Die Klausurergebnisse liegen vor.
Übung: Einführung in die Politikwissenschaft, Wintersemester 2001/02, Dienstags 14-16 Uhr, GC 04/614
Leitung: Dr. Nils Bandelow, Sprechstunde Dienstags 13-14 Uhr, GC 04/149
Programm
Beim folgenden Programm sind die Verknüpfungen zu den jeweils
für die Vorbereitung auf die empfohlenen
Dateien
fett und kursiv gedruckt.
| 16.10.2001 | Vorstellung des Readers, Themenvergabe für Referate, Quiz |
| 23.10.2001 | Quiz-Besprechung, Teilbereiche des Fachs Politikwissenschaft und Dimensionen des Politikbegriffs. Das Fach Politikwissenschaft an der RUB. Vorstellung der Konzeption der Übung. |
| 30.10.2001 | Max Weber I: Historischer Hintergrund (Referat von Andreas von der Grinten) und Begriffe des Textes |
| 06.11.2001 | Max Weber II: Inhaltliche Aussagen des Textes |
| 13.11.2001 | Aristoteles
- Thesenpapier zum Referat von Michaela
Espeloer
(Online-Ansicht)
|
| 20.11.2001 | Thomas Hobbes (Folien als Word-Datei) |
| 27.11.2001 | Jean-Jacques
Rousseau
- Thesenpapier zum Referat von
Roman
Möhlmann (Online-Ansicht)
|
| 04.12.2001 | James Madison |
| 11.12.2001 | Karl
Marx/Friedrich Engels
(Folien als Word-Datei)
Thesenpapier zum Referat von Stephan Belka, Ulrike Herrlich und Tim Peters (Online-Ansicht) - Thesenpapier im Original als Word-Datei |
| 18.12.2001 | Karl Marx/Friedrich Engels (Ergänzungen), Ernst Fraenkel (Klärung von Verständnisfragen zum Text, Vorstellung einer inhaltlichen Untergliederung des Textes und der jeweils zentralen Aussagen der Textteile) |
| 08.01.2002 | Ernst Fraenkel (Behandlung der Aspekte des Seminarschemas und der Erschließungsfragen) |
| 15.01.2002 | Mancur Olson - Thesenpapier zum Referat von Verena Putzek und Andreas von der Grinten |
| 22.01.2002 | Fritz W. Scharpf (Folien als Word-Datei) - Thesenpapier zum Referat von Sebastian Jeworutzki |
| 29.01.2002 | Peter Graf Kielmansegg |
| 05.02.2002 | Behandlung vergleichender Fragestellungen, Klausurvorbereitung, Seminarbewertung (Feedbackbogen als Word-Datei) |
| 12.02.2002 | Klausur (obligatorisch für
Studierende
des Diplom-Studiengangs Sozialwissenschaft, des Magisternebenfachs
Politikwissenschaft,
der BA-Studiengänge und des Studiums der Politikwissenschaft
für
die Berufsschule). Studierende im "normalen" Lehramtsstudiengang
Sozialwissenschaft
und im Diplomstudium Geographie mit Nebenfach Politikwissenschaft
müssen
die Klausur nicht mitschreiben. In diesen Studiengängen ist der
Stoff
der Einführungsübung Gegenstand der Zwischenprüfung
(bzw.
im 4-semestrigen Nebenfachstudium der Politikwissenschaft zum
Diplomstudiengang
Geographie der Abschlussprüfung).
Die Klausur findet um 14.00 s. t. im Hörsaal HGB 10 statt und dauert 60 Minuten. Klausurergebnisse |
Bitte beachten Sie, dass die Termine sich verschieben können.
Zentrale Aspekte bei der Bearbeitung der Texte
Allgemeine Arbeitshinweise
1. Zu jeder Sitzung zunächst den entsprechenden Readertext
lesen,
um dann in einem zweiten Schritt die Struktur zu erschließen.
Danach
in den Texten wichtige Passagen markieren und kommentieren (z.
B."These
1", "Zwischenresümee", "Beispiel").
2. Zur Vorbereitung der Sitzungen wird empfohlen, in
Fachwörterbüchern
und Lexika zentrale Begriffe des Textes nachzuschlagen (z. B. bei Max Weber
"Macht und Herrschaft").
3. Es wird den Studierenden dringend empfohlen, sich einer
Arbeitsgruppe
anschließen, die sich zur Vorbereitung jeder Sitzung trifft.
a) Bearbeitung der Klassiker (Weber, Aristoteles, Hobbes, Rousseau, Madison Marx/Engels)
1. Text in den Zeitrahmen einordnen, Biographie des Autors
erarbeitenund
Zusammenhänge zu den zentralen Aussagen des Textes
herstellen.(Hierzu
ist Sekundärliteratur zu Rate zu ziehen).
2. Zentrale Begriffe des Textes klären.
3. Politikbegriff des Autors herausarbeiten (z. B.
empirisch-analytisch,deskriptiv
oder normativ, technisch oder pädagogisch, konfliktorientiertoder
konsensorientiert, zweckrational oder wertrational). - Für einen
Überblick
über idealtypische Politikbegriffe empfehle ich auch den externen
Link zum Verbundprojekt
VIB der Pädagogischen Hochschulen des Landes Baden-Württemberg
(ich bin nicht für die Inhalte externer Seiten verantwortlich)
4. Von welchem Menschenbild geht der Autor aus? (Bei Max Weber:
Von welchem Politikerbild geht Weber aus?)
5. Welchen Staatszweck legt der Text zugrunde?
6. Wie konzipiert der Autor den idealen Staat?
7. Wie ist der Autor vorgegangen, um sein Modell eines idealen
Staateszuentwerfen?
(Methode)
8. Von welchem Begriff des Interesses und von welcher
Gemeinwohlvorstellung
geht der Autor aus? Gibt es Widerspüche und eventuelle
Lösungsvorschläge
für Widersprüche? (Bei Max Weber: An welchen
ethischen
Prinzipien soll sich Politik orientieren und welche Probleme treten
dabei
auf?)
9. Inwiefern lassen sich die Methoden und Aussagen des Textes auf die
Gegenwart übertragen?
10. Gibt es aus heutiger Sicht Kritikpunkte an der Vorgehensweise oder
den Thesen des Textes?
b) Bearbeitung der modernen Texte (Fraenkel, Olson, Scharpf, Etzioni, Kielmansegg)
1. In welchem wissenschaftlichen und politischen Hintergrund steht
der
Autor bzw. die Autorin? (Dazu sollten jeweils folgende Begriffe in
Lexika
nachgeschlagen werden: Fraenkel: (Neo-)Pluralismus; Olson:
Rational Choice/Neue politische Ökonomie/Ökonomische Theorie
der Politik, Scharpf: Föderalismus; Etzioni:
Kommunitarismus,
Kielmansegg:
Europäische Integration)
2. Weitere zentrale Begriffe des Textes klären.
3. Politikbegriff des Autors herausarbeiten (z. B.
empirisch-analytisch,deskriptiv
oder normativ, technisch oder pädagogisch, konfliktorientiertoder
konsensorientiert, zweckrational oder wertrational).
4. Welche Fragestellung untersucht der Text?
5. Mit welchen Mitteln wird die Fragestellung untersucht? (Methode)
6. Was ist die zentrale These des Textes?
7. Von welchem Begriff des Interesses und von welcher
Gemeinwohlvorstellung
geht der Autor bzw. die Autorin aus? Gibt es Widerspüche und
eventuelle
Lösungsvorschläge für Widersprüche?
8. Bestehen Bezüge des Textes zu Methoden oder Aussagen der
Klassiker?
9. Lassen sich aktuelle Beispiele für eine Anwendung oder
Widerlegung
von Aussagen des Textes finden?
Es besteht die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis Referate zu halten. Bei den Referaten geht es nicht darum, "richtige" Antworten herauszufinden, sondern Konzepte der jeweils besprochenen Texte vorzustellen und problemorientiert anzuwenden, dabei eine eigene These zu entwickeln und diese strukturiert zu begründen. Die Referate dürfen höchstens 12 Minuten dauern. Sie sollten durch Thesenpapiere und/oder Folien unterstützt werden. Alle Referenten werden gebeten, spätestens zwei Wochen vor ihrem Vortrag Rücksprache mit dem Dozenten zu halten.
Referatstermine und Themen
6.11.2001 Ist die Politik der Bundesregierung im aktuellen militärischen Konflikt verantwortungsethisch im Sinne Max Webers? (Philipp Löschner)
13.11.2001 Ist Helmut Kohl ein tugendhafter Politiker im Verständnis von Aristoteles? (Michaela Espeloer)
20.11.2001 Gibt es bei Hobbes ein Widerstandsrecht gegen den Souverän? (Fabian Schütz/Sven Schulz) - Weiterführende Literaturhinweise zu diesem Thema mit Zusammenfassungen und Interpretationen bietet eine studentische Hausarbeit (ich bin nicht für den Inhalt externer verknüpfter Seiten verantwortlich)
27.11.2001 Endet die Verwirklichung der volonté générale zwangsläufig in einer Diktatur? (Roman Möhlmann)
4.12.2001 Ist die Verfassung der USA demokratisch? (Andrea Behle/Christian Zwicky - entfällt)
11.12.2001 Ist die heutige Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland eine bürgerliche Klassengesellschaft im Verständnis von Marx und Engels? (Ulrike Herrlich/Stefan Belka/Tim Peters)
18.12.2001 Trifft die Kritik Fraenkels am "unterentwickelten" Pluralismus auch auf die heutige Bundesrepublik zu? (Jennifer Saarholz - entfällt)
15.1.2002 (neuer Termin!): Gilt das von Olson beschriebene Paradox kollektiven Handelns für religiöse Gruppen? (Verena Putzek/Andreas von der Grinten)
22.1.2002 (neuer Termin!): Gelten die von Scharpf im Hinblick auf die Bundesrepublik der 1960er-Jahre attestierten Benachteiligungen von "Unterschicht"-Interessen in politischen Prozessen auch für studentische Interessen in der heutigen Bundesrepublik? (Sebastian Jeworutzki)
22.1.2002 Ist die Politik der Regierung von Georg W. Bush kommunitaristisch? (Bianca Patzelt - entfällt)
29.1.2002 Welches ist die einflussreichste Institution im
Gesetzgebungsprozess
der Europäischen Union? (Sabine Hernadi/Justyna Nedza)