Politikwissenschaften
WiSe 2001/ 2002
Übung: Einführung in die Politikwissenschaften
Dozent: Dr. Nils Bandelow
Referent: Roman Möhlmann
Thema: Jean-Jaques Rousseau – Endet die Verwirklichung
der volonté générale zwangsläufig in einer
Diktatur?
I. Jean-Jaques Rousseau:
- 1712 – 1778 ( Spätzeit des Absolutismus)
Körper, jedes Glied als untrennbaren Teil des ganzen auf!"
- "... der Gemeinwille ... [ist] immer auf dem rechten Weg... [und zielt ab] auf
das öffentliche Wohl..."
seiner Glieder ..."
Rousseaus Contrat social / Gesellschaftsvertrag
IV. Kritik an Rousseaus Theorie – Endet die Verwirklichung der volonté générale also in
einer Diktatur?
Meiner Ansicht nach: Nein, denn:
- bei Rousseau existiert kein "Einzelner" als Souverän
auf Kompromiß / Konsens beruhender Staat nur in "Genf" –
Dimensionen durchführbar;
à Unterdrückung des Sonderwillens zum vermeintlichen Wohle
aller nur durch gewaltsame Gleichrichtung d. Interessen ?
à Durchführung nur durch Uniformierung des geistigen Lebens und
zentralisierte Verwaltung möglich ( = Diktatur) ?
à "Unfehlbarkeit des Volkswillens" und "Durchsetzung durch
Zwang" wurden von vielen Demagogen (von Robbespierre bis
Hitler) mißbraucht
à mögliche Ausnutzung der fehlenden Grundrechte
à Unterwerfung derjenigen, die Mehrheitswillen als Irrtum
betrachten
Rousseaus idealtypischer Mensch, den dieses System braucht, ist
vielleicht wünschenswert, entspricht aber wohl nicht der
Realität