Übung: Einführung in die Politikwissenschaft,
Dr. Nils Bandelow, WS 2001/02, Unterlagen (Folienkopien)
Max Weber (inhaltliche Aussagen)
Von welchem Politikerbild geht Weber aus?
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Charisma
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Leidenschaft, Verantwortungsgefühl, Augenmaß
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schlecht sind: Eitelkeit, Unsachlichkeit, Verantwortungslosigkeit
Welchen Staatszweck legt der Text zugrunde?
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Verhinderung von Anarchie
Wie konzipiert der Autor den idealen Staat?
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Kein konkretes Staatsmodell, wichtig ist die Akzeptanz (Legitimität)
des Gewaltmonopols
Wie ist der Autor vorgegangen, um sein Modell eines idealen Staates
zu entwerfen? (Methode)
Weber entwirft eigentlich keinen "idealen Staat", da er werturteilsfrei
forscht. Die wichtigsten Merkmale seine Methode ist sein verstehender (nicht
erklärender) Ansatz und damit verbunden sein Arbeiten mit Idealtypen.
Inwiefern lassen sich die Methoden und Aussagen des Textes auf die
Gegenwart übertragen?
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Bestimmung der Grundlagen der Legitimität von Herrschaft in modernen
Staaten
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Frage nach der Bedeutung von Charisma für die Sicherung der Legitimität
dauerhafter staatlicher Herrschaft und damit den Herrhalt des modernen
Staates und die Verhinderung von Anarchie
Gibt es aus heutiger Sicht Kritikpunkte an der Vorgehensweise oder den
Thesen des Textes?
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Postulat der werturteilsfreien Wissenschaft ist umstritten.
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Idealtypen sind einer empirischen Prüfung nicht zugänglich.
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Möglicherweise normative Kritik an der Akzeptanz charismatischer Herrschaftslegitimation
im modernen Staat und der fehlenden Demokratieorientierung der Typologie
(Glaube an die Geltung demokratischer Satzung wird nur als Spezialfall
rationaler Herrschaft angenommen) - Die Typologie zielt daher nicht auf
eine Unterscheidung demokratischer und nicht-demokratischer Regierungsformen.
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Operationalisierung einzelner Begriffe ist schwierig (z. B. Macht)
Literaturhinweise:
Apel, Karl-Otto/Kettner, Matthias (Hrsg.): Mythos Wertfreiheit. Neue
Beiträge zur Objektivität in den Human- und Kulturwissenschaften.
Frankfurt a.M./New York: Campus.
Weber, Max, 1919: Wirtschaft und Gesellschaft. Tübingen: Mohr (Ausgabe
von 1990).
Weiterhin Artikel zu Max Weber in den Sammelwerken zu Klassikern
des politischen oder soziologischen Denkens.