Zeitlicher Kontext der Vorlesungsunterlagen von Aristoteles
Politikbegriff bei Aristoteles
Staatszweck bei Aristoteles
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ja |
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3
(Politie) |
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(Achtung: Die Begriffe wechseln bei verschiedenen Aristoteles- Aufzeichnungen und Übersetzungen, Begriffe oben sind aus dem Reader)
Bei besonderer Vortrefflichkeit eines einzelnen ist es nach
Aristoteles
gerecht, wenn dieser alleine herrscht (Monarchie als theoretisch beste
Staatsform). Die Monarchie ist aber nicht stabil: Sie ist immer mit dem
Risiko eines Aufstandes der Beherrschten und damit eines
Bürgerkriegs
und der Entartung zur Tyrannis verbunden. Auch die Aristokratie als
theoretisch
zweitbeste Staatsform ist nicht stabil: Sie kann durch die
"Schlechtigkeit
der Regenten" (Reader S. 35) in die Oligarchie entarten oder zum
Aufstand der Vielen führen und damit zur Herrschaft der Armen
(Demokratie)
entarten - die dann wiederum zur Tyrannis verkommen kann (dies wird so
nicht in dem Reader-Ausschnitt dargestellt). Obwohl also die Monarchie
die theoretisch beste Staatsform ist, empfiehlt Aristoteles
Verfassungen,
die durch Mitte, Maß und Mäßigung geprägt sind:
Eine
entsprechende Staatsform ist eine Mischform aus der Herrschaft der
Reichen
(eigentlich: Oligarchie, in dem Readerausschnitt wird die Timokratie
dem
Nahe gebracht) und der Herrschaft der Armen (Demokratie) mit einem
stabilen
Mittelstand. Einer solchen Mischverfassung entspricht in der
Kategorisierung
die Politie. Während also gemessen an dem theoretischen Kriterium
der Orientierung am Gemeinwohl die Monarchie die beste Staatsform ist,
ist gemessen am praktischen Kriterium der Stabilität die Politie
die
empfehlenswerte Verfassung. [Die Demokratie ist dagegen als Herrschaft
der Armen eine entartete Verfassung, die nicht am Gemeinwohl orientiert
ist. Sie bietet als Herrschaft der Armen ("Pöbelherrschaft")
keinen
Ausgleich zwischen Armen und Reichen und ist (daher) nicht stabil. Sie
kann zu Bürgerkriegen führen und letztlich in eine Tyrannis
übergehen.]
Tugendbegriff bei Aristoteles
Tugend bezeichnet bei Aristoteles sowohl Vorzüge der Vernunft
als
auch Vorzüge des Charakters (vgl. Reader S. 30). Die
verstandesmäßigen
(dianoetischen) Tugenden (der Vernunft) umfassen die theoretische und
die
praktische Vernunft. Theoretische Vernunft umfasst Wissen, Vernunft und
Weisheit; praktische Vernunft umfasst Kunst und Klugheit. Die Klugheit
(das Gute zu erkennen) ist die wichtigste dianoethische Tugend.
Ethische Tugenden orientieren sich an dem Grundsatz des Ausgleichs,
der Mitte zwischen den Extremen, der Maßhaltigkeit und
Mäßigung.
Die höchste ethische Tugend ist die Gerechtigkeit (als Mitte
zwischen
Unrechttun und Unrechtleiden). Weitere ethische Tugenden sind
Besonnenheit,
Tapferkeit und Großzügigkeit. Ethische Tugenden sind zwar
wie
dianoetische Tugenden von Natur aus dem Menschen veranlagt, sie
müssen
aber in der Gemeinschaft ausgebildet werden.
Menschenbild bei Aristoteles
Interesse und Gemeinwohl bei Aristoteles
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- Demos- Begriff: Eng, mittel oder weit? |
eng |
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- Oppositions- oder Kontrollchance erfasst? |
z. T. |
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- Ist Zügelung des Souveräns vorgesehen? |
Ja |
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- Erörterte Konfliktregelungen: Mehrheit (M), Konkordanz (K), Hierarchie (H), Einstimmigkeit (E) |
M |
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- Theorie: normativ oder empirisch |
Empirisch+ normativ |
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- Theorie: statisch oder dynamisch |
dynamisch |
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- Theorie: input- und outputorientiert |
Input + Output |
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- Basiert Theorie auf Vergleich? |
Ja |
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- Werden Genese und Funktionserfordernisse der Demokratie analysiert? |
Nein/Ja |
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- Werden Bedingungen des Demokratiezusammenbruchs erkundet? |
z. T. |
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- Werden Leistungen und Probleme der Demokratie erfasst? |
Ja |
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- Theorie testbar? |
Gut |
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- Potentielle Reichweite der Theorie |
Sehr Groß |
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- Leistungskraft der Theorie |
Groß |