Anschließend wird die Identität der Kandidatinnen und
Kandidaten geprüft und vorbereitetes Papier zusammen mit den Aufgabenzetteln
verteilt. Diese Aufgabenzettel werden ungefähr folgenden Kopf haben:
Hinweis: Von den folgenden vier Fragen sind mindestens drei zu beantworten. Wenn weniger Fragen beantwortet werden, wird jede fehlende Frage mit ungenügend (6) gewertet. Bei einer Beantwortung von mehr Fragen gehen nur die drei besten Antworten in die Bewertung ein. Das Bestehen der Klausur setzt ein Gesamtergebnis von 4,0 oder besser voraus.
Bitte lassen Sie einen Korrekturrand, unterschreiben Sie die Klausur vor der Abgabe, vermerken Sie auf dem Deckblatt Ihre Matrikelnummer und auf jedem Blatt Ihren Namen.
Zugelassene Hilfsmittel: keine
Berarbeitungszeit: 60 Minuten
VIEL ERFOLG!
Auf dem Blatt folgen vier Fragen, die leider hier nicht verraten
werden können. Die Fragen werden vom Typ her den folgenden Fragen
entsprechen, die früheren Zwischenprüfungsklausuren für
Lehrämter entnommen worden sind (da die Klausuren also Zwischenprüfungsklausuren
sind, stammen die folgenden Fragen von unterschiedlichen Lehrenden):
(Aus einer Klausur für Lehrämter, Sommersemester 2002)
1. Beschreiben Sie knapp, was Olson unter „Dilemma des kollektiven Handelns“ versteht. Diskutieren Sie dann, ob dieses Problem auch bei der von Hobbes vorgeschlagenen Form eines funktionierende Gemeinwesens auftritt.
2. Vergleichen Sie kurz die Bedeutung des „föderalen Prinzips“ in den USA (Federalist-Papers) und in der EU (Kielmansegg).
3. Erläutern Sie zwei der zentralen Probleme, die Offe bei der inhaltlichen Bestimmung des Gemeinswohlbegriffs sieht. Was ist gemeint, wenn die pluralistische Theorie (Fraenkel) diese Probleme durch „Prozedualisierung“ lösen will?
4.
Aus welchen Gründen sollten nach Scharpf die Chancen der politischen
Partizipation an der gesellschaftlichen Basis ausgeweitet werden und auf
welchen Staatstheoretiker bezieht er sich, wenn er den Gedanken einer universellen
Beteiligung hingegen als „utopisch“ kennzeichnet?
(Aus einer Klausur für Lehrämter, Wintersemester 2001/02)
1. Inwiefern spiegeln die Menschenbilder von Hobbes und Olson zeitgeschichtliche oder persönliche Hintergründe wider?
2. Worauf basiert Herrschaft nach Weber und Marx? Kann sie jeweils von Dauer sein?
3. Vergleichen Sie Rousseaus Gemeinwohlkonzept mit den Ansprüchen von Scharpfs komplexer Demokratietheorie.
4.
Vergleichen Sie die Politikbegriffe bei zwei politikwissenschaftlichen
Ansätzen ihrer Wahl.
(Aus einer Klausur für Lehrämter, Wintersemester 2001/02 Nachholtermin)
1. Vergleichen Sie am Beispiel von zwei ausgewählten Autoren die Staatsziele!
2. Vergleichen Sie die Konstruktion des Gesellschaftsvertrages bei Hobbes und Rousseau!
3. Worin besteht die Kritik Olsons an dem pluralismustheoretischen Ansatz (Fraenkel)?
4. Inwieweit ist das Demokratieverständnis von Aristoteles auf das politische System der Bundesrepublik Deutschland übertragbar?