Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Sozialwissenschaft
Übung: Einführung in die Politikwissenschaft
WS: 2000/2001
Veranstalter: Dr. Nils Bandelow
Referentin: Veronika Khlavna
Tugendbegriff bei Aristoteles
Tugend
(griech. Arete), bedeutet Gutsein im Sinne von Tauglichkeit, Vortrefflichkeit. Tugend ist ein Terminus der Ethik zur Bezeichnung der vorzüglichen Haltung einer Person in einem spezifischen Bereich menschlichen Könnens und menschlicher Erfahrung
Aristoteles unterscheidet 2 Arten von Tugend:
Tugend und Staatswesen:
Für Aristoteles ist das Staatswesen, bzw. die politische Wissenschaft die wichtigste und leitendste Wissenschaft.
"Denn sie bestimmt, welche Wissenschaften in den Staaten vorhanden sein müssen, welche ein jeder lernen muss und bis zu welchem Grade man sie lernen muss. (Reader "Einführung in die Politikwissenschaft", S. 43)
"Und beim Einzelnen wie beim Staat gibt es ohne Tugend und Einsicht keine Leistung."
(ebd., S. 50)
"Jetzt sei nur vorausgesetzt, dass das beste Leben für den Einzelnen wie gemeinsam für das Staatswesen dasjenige ist, das die Tugend und einen hinreichenden äußeren Spielraum besitzt, um an den tugendgemäßen Handlungen teilhaben zu können." (ebd., S. 51)
Literatur
READER
MITTELSTRASS, Jürgen (Hg) (Jahr): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Band 4, S. 344. Stuttgart, Weimar