Klausur
zur Übung "Einführung in die Politikwissenschaft", Wintersemester
2000/2001
Dr. Nils C. Bandelow
13. Februar 2001, HGA 10, Beginn: 14.00 Uhr
Hinweis: Von den folgenden zwölf Fragen sind mindestens sechs
zu beantworten, wobei aus jedem der vier Blöcke mindestens eine
Frage beantwortet werden muss. Wenn weniger Fragen beantwortet werden,
wird jede fehlende Frage mit ungenügend (6) gewertet. Bei einer Beantwortung
von mehr Fragen gehen nur die jeweils besten Antworten in die Bewertung
ein. Das Bestehen der Klausur setzt ein Gesamtergebnis von 4,0 oder besser
voraus.
Bitte lassen Sie einen Korrekturrand, unterschreiben Sie
die Klausur vor der Abgabe, vermerken Sie auf dem Deckblatt Ihre Matrikelnummer
und auf jedem Blatt Ihren Namen.
Zugelassene Hilfsmittel: keine
Berarbeitungszeit: 60 Minuten
VIEL ERFOLG!
Block I: Max Weber
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Wieso verwendet Weber einen realistischen Politikbegriff?
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Warum ist Charisma für Weber eine wichtige Voraussetzung für
einen Politiker im modernen Staat?
Block II: Ideengeschichtliche Grundlagen
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Kann Helmut Kohl als tugendhafter Politiker im Verständnis von Aristoteles
bezeichnet werden? Berücksichtigen Sie bei Ihrer Begründung die
verschiedenen Dimensionen des Aristotelischen Tugendbegriffs.
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Inwiefern wurden die Annahmen der Hobbes’schen Staatstheorie durch die
zeitgeschichtlichen Zusammenhänge bei ihrer Entstehung beeinflusst?
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In welchem Verhältnis stehen bei Rousseau der Wille aller ("volonté
de tous") und das Gemeinwohl?
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Welches sind nach Marx und Engels die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede
von Feudalismus und Kapitalismus?
Block III: Theoretische Zugänge
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Warum ist nach Fraenkel das englische Regierungssystem aus dem Blickpunkt
der klassischen Demokratietheorie defizitär?
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Skizzieren Sie das methodische Vorgehen Olson’s.
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Nennen Sie die wichtigsten Vorschläge Scharpf’s zur Erhöhung
des Wertberücksichtigungspotentials der bundesdeutschen Demokratie.
Block IV: Interesse und Gemeinwohl in modernen Gesellschaften
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Vergleichen Sie die Chancen der Vermittlung studentischer Bedürfnisse
und Interessen durch das Verbandssystem mit den Chancen der Vermittlung
von Bedürfnissen und Interessen von Beschäftigten der Müllabfuhr.
Verwenden Sie dabei die von Offe eingeführten Begriffe.
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Nennen Sie ein System der Interessenvermittlung und erörtern Sie beispielhaft,
inwiefern es dem Schmitter’schen Idealtypus des gesellschaftlichen Korporatismus
entspricht.
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Welche Funktionen hat die Europäische Kommission und welches Ziel
verfolgt sie nach Kohler-Koch?