Klausur zur Übung
"Einführung in die Politikwissenschaft"
Wintersemester 1997/98
Nils Bandelow
9.2.1998
Hinweis: Von den folgenden zwölf Fragen sind mindestens sechs zu beantworten, wobei aus jedem der vier Blöcke mindestens eine Frage beantwortet werden muß. Wenn weniger Fragen beantwortet werden, wird jede fehlende Frage mit ungenügend (6) gewertet. Bei einer Beantwortung von mehr Fragen gehen nur die jeweils besten Antworten in die Bewertung ein. Das Bestehen der Klausur setzt ein Gesamtergebnis von 4,0 oder besser voraus.
Block 1: Max Weber
Wie wird im modernen Staat Herrschaft legitimiert?
Wodurch können sich Herrscher den Gehorsam des Verwaltungsstabes sichern?
Block 2: Ideengeschichtliche Grundlagen
Was versteht Aristoteles unter "Tugend"?
Setzt der Hobbessche Gesellschaftsvertrag eine Vernunft des Menschen voraus?
Von welchem Menschenbild geht Rousseau aus?
In welchem Verhältnis stehen bei Marx und Engels der materielle Lebensprozeß auf der einen und geistige Vorstellungen und Ideen auf der anderen Seite?
Block 3: Theoretische Zugänge
Was versteht Fraenkel unter klassischer Demokratietheorie, und warum lehnt er diese Lehre ab?
Warum ist nach Olson bei kleinen Gruppen kollektives Handeln wahrscheinlicher als bei großen Gruppen?
Was sind die Ziele der von Scharpf entwickelten komplexen Demokratietheorie?
Block 4: Interesse und Gemeinwohl in modernen Gesellschaften
Welche drei Problemkomplexe werden nach Offe in modernen kapitalistischen Staaten prinzipiell bevorzugt bearbeitet?
Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen Pluralismus, Korporatismus und Syndikalismus nach Schmitter?
Sind nach Kohler-Koch die Europäische Kommission und das Europäische Parlament als natürliche Verbündete anzusehen?