Übung:
Kleine Demokratien
Ruhr-Universität Bochum, Sommersemester 2005
Montags, 14 -16 Uhr, GC 03/142 (Achtung:
Raumwechsel!)
Leitung: Priv.-Doz. Dr. Nils Bandelow
Vorläufiges
Programm mit Literaturhinweisen, Themen, Terminen etc.
22. Juli 2005: Die
Klausurergebnisse
zur Klausur "Einführung in die Vergleichende
Regierungslehre" und "Kleine Demokratien" vom 18. Juli liegen vor.
23. März 2005: Die Pflichtlektüre zu
allen
Sitzungen ist ab sofort in einem Ordner im Handapparat der
Sowi-Bibliothek
verfügbar und kann dort zur Kopie ausgeliehen werden.
Die Anmeldung zu dem Seminar findet in der ersten
Sitzung statt. Interessenten für die Referatsthemen zur zweiten
oder
dritten Sitzung können sich aber schon vorher per E-Mail oder
telefonisch
für den Kurs und das Thema anmelden.
Die Struktur der Veranstaltung wurde
gegenüber
der Ankündigung im Sowi-Info umgestellt. Im Gegensatz zur
urspünglichen
Konzeptionen sollen in den Sitzungen die theoretischen Konzepte nicht
abstrakt
zu Beginn des Semester vorgestellt, sondern exemplarisch am Beispiel
der
ausgewählten Länder erarbeitet werden.
Alle Referate sollen zwischen 20 und MAXIMAL
30
Minuten dauern. Nach spätestens 30 Minuten werden die Referate
beendet, um Zeit für Diskussionen zu ermöglichen. Zu jedem
Referat
ist ein Thesenpapier anzufertigen, das die wichtigsten Aussagen
und Literaturhinweise enthält. Alle Referate müssen vorher
mit
dem Dozenten besprochen werden. Idealerweise werden bei dieser Vorbesprechung
bereits ein Konzept und das Thesenpapier (als Word-Datei) vorgelegt.
Wenn Themen von mehreren Studierenden bearbeitet
werden,
gelten dieselben Zeitregeln. Die Referatsgruppen treten als Gruppen auf
und können die Aufgaben frei untereinander aufteilen, d. h. nicht
jede/r Teilnehmer muss zwingend vortragen. Allerdings müsste jedes
Mitglied einer Referatsgruppe notfalls in der Lage sein, als
Vortragende/r
einzuspringen und sollte sich auch in die Diskussion einbringen
können.
Lernziele der Übung
(Grobziele)
- Kenntnis grundlegender Konzepte und
Typologien
der Vergleichenden Politikwissenschaft
- Kenntnis ausgewählter
politischer
Systeme, die in der Vorlesung nicht behandelt werden. Dabei geht es
nicht
darum, die verfassungsrechtlichen Details aller Länder auswendig
zu
lernen, sondern die Grundstrukturen udn Typen der Länder zu kennen.
- Fähigkeit zur
Anwendung der
Konzepte und Typologien auf geeignete Länder
- Fähigkeit zur
Problematisierung
der methodischen Hintergründe, Annahmen, normativen Bezüge
und
Anwendungsbereiche der gelernten Konzepte und Typologien
Die
politischen Systeme werden unter ausgewählten Fragestellungen
besprochen.
Die Studierenden sollen am Ende der Übung in der Lage sein,
Vergleiche
zwischen politischen Systemen im Hinblick auf ausgewählte
Fragestellungen
und Elemente durch zuführen. Vergleichsaspekte können dabei
sein:
- Einordnung von politischen Systemen auf
Basis
etablierter Typologien der Vergleichenden Politikwissenschaft
(parlamentarische
vs. präsidentielle Systeme und evtl. vs. semipräsidentielle
System,
Einheitsstaaten vs. Föderalstaaten, Zweiparteiensysteme vs.
Vielparteiensysteme,
pluralistische vs. korporatistische Verbändesysteme, Mehrheits-
vs.
Konsensdemokratien)
- Vergleich der Machtverteilungen in
politischen
Systemen (Einflussmöglichkeiten der Regierung, der ersten Kammer,
der zweiten Kammer, der Regionen, der Opposition) etc.
- Vergleich der Legitimation politischer
Systeme
- Vergleich der Politikproduktion
politischer
Systeme
Die
Studierenden sollen (etwa im Rahmen eines Essays für die
Zwischenprüfung
im Diplom-Studiengang oder bei Hausarbeiten) in der Lage sein, bei
einer
konkreten Aufgabenstellung (etwa: „Vergleichen Sie die vertikale
Staatsstruktur
zweier ausgewählter kleiner Demokratien!“) eine eigene Zuspitzung
vorzunehmen. Diese Zuspitzung sollte sowohl eine konkrete Fragestellung
als auch eine Fallauswahl beinhalten, etwa: „Worin unterscheidet sich
der
schweizerische Föderalismus vom dezentralen Einheitsstaat der
Niederlande“.
Fragestellung und Fallauswahl müssen begründet werden. Die
Darstellungen
eines Hauptteils müssen auf die Fragestellung bezogen werden. Das
Fazit muss die Fragestellung beantworten und ggfs. Anschlussfragen
aufwerfen
oder die Bedeutung der Ergebnisse darlegen.
Gliederung
1. Sitzung, 11. April 2005:
Programmvorstellung,
Themenvergabe, Verfassungssystematische Grundlagen
Pflichtlektüre
Lehner, Franz/Widmaier, Ulrich, 2002:
Vergleichende
Regierungslehre. Opladen: Leske + Budrich, S. 21-35 (Vergleichende
Regierungslehre
als Verfassungssystematik)
2. Sitzung, 18. April 2005: Methodische Grundlagen der
Vergleichenden
Politikwissenschaft
Dozentenfolien
Pflichtlektüre
Lehner, Franz/Widmaier, Ulrich, 2002:
Vergleichende
Regierungslehre. Opladen: Leske + Budrich, S. 71-79 (Vergleichende
Regierungslehre
als Methode)
Referat
- Nach welchen Kriterien können Fälle und Variablen in
der
Vergleichende
Politikwissenschaft ausgewählt werden? (Martin
Ströhmeier/Sven
Brunner)
Präsentation von Sven Brunner
Präsentation
von Martin Ströhmeier
Die verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 14. April um
13.45
Uhr in GC 04/149.
Weitere Diskussionspunkte
- Qualitative und quantitative Vergleiche
in der
positivistischen Politikwissenschaft
- Vergleiche in der verstehenden Politikwissenschaft
- Politikwissenschaftliche Vergleiche aus
pragmatistischer
Sicht
Ergänzende Literaturhinweise
Berg-Schlosser, Dirk/Müller-Rommel,
Ferdinand
(Hrsg.), 2003: Vergleichende Politikwissenschaft. Opladen: Leske +
Budrich.
Pickel, Susanne/Pickel, Gert/Lauth, Hans-Joachim
(Hrsg.), 2003: Vergleichende Politikwissenschaftliche Methoden.
Wiesbaden:
Westdeutscher Verlag.
Ergebnisprotokoll: Oliver Lange
3. Sitzung, 25. April 2005: Parlamentarische
und
präsidentielle Regierungssysteme
Dozentenfolien
Pflichtlektüre:
Steffani, Winfried, 1992: Parlamentarisches und
präsidentielles
Regierungssystem, in: Schmidt, Manfred G. (Hrsg.): Die westlichen
Länder
(Lexikon der Politik Band 3). München: Beck, 288-295.
Referat
- Irland als idealtypisches
parlamentarisches
Regierungssystem?
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Großbritannien (Dierk Hans
Hoefs/Wolf
Daniel Recke/Philip Vaarst:
Thesenpapier)
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 18. April im Anschluss
an die Sitzung.
Weitere Diskussionpunkte
- Welche Funktionen haben Parteien in
parlamentarischen
und in präsidentiellen Regierungssystemen?
- Vor- und Nachteile parlamentarischer und
präsidentieller
Regierungssysteme
Ergänzende Literaturhinweise:
Elvert, Jürgen, 2003: Das politische System
Irlands, in: Ismayr, Wolfgang (Hrsg.): Die politischen Systeme
Westeuropas.
Opladen: Leske + Budrich, 263-300.
Shugart, Matthew Soberg/Carey, John M., 1992:
Presidents
and Assemblies. Cambridge: Cambridge UP.
Steffani, Winfried, 1979: Parlamentarische und
präsidentielle
Demokratie. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Steffani, Winfired 1983: Zur Unterscheidung
parlamentarischer
und präsidentieller Regierungssysteme, in: Zeitschrift für
Parlamentsfragen,
14. Jg. 390-401.
4. Sitzung, 2. Mai 2005: Parteien und
Koalitionen
im politischen System Österreichs
Dozentenübersichten
Pflichtlektüre
Pelinka, Anton, 2003: Das politische System
Österreichs,
in: Ismayr, Wolfgang (Hrsg.): Die politischen Systeme Westeuropas.
Opladen:
Leske + Budrich, 521-552.
- Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede
bestehen
zwischen den Parteiensystemen und Koalitionen in der
Nachkriegsgeschichte
Deutschlands und Österreichs? (Serpil Dogru/Tina
Bäcker/Annika
Wege/Schorgesch Davoodi/Michael Nowak:
Thesenpapier -
Protokoll)
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 26. April in der
Sprechstunde
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
- Parteiensysteme und gesellschaftliche Konfliktlinien
- Zusammenhänge zwischen Wahlrecht und Parteiensystemen
Ergänzende Literaturhinweise
Armingeon, Klaus/Freitag, Michael, 1997:
Deutschland,
Österreich und die Schweiz. Die politischen Systeme im Vergleich.
Opladen: Leske + Budrich.
Duverger, Maurice, 1980: A New Political System
Model:
Semi-Presidential Government. In: European Journal of Political
Research,
Jg.8, 1980, S.165-187.
Steffani, Winfried, 1995:
Semi-Präsidentialismus:
ein eigenständiger Systemtyp? In: Zeitschrift für
Parlamentsfragen
26/4, 621-641.
Fitzmaurice, John,
1991:
Austrian Politics and Society Today. London.
Karlhofer, Ferdinand/Tálos, Emmerich,
(Hrsg.),
1999: Zukunft der Sozialpartnerschaft. Veränderungsdynamik und
Reformbedarf.
Wien: Signum.
Lehmbruch, Gerhard, 1971: Das politische System
Österreichs
in vergleichender Perspektive, in: Österreichische Zeitschrift
für
öffentliches Recht 22, 35-56.
Steffen, Christian, Schmid, Josef, o.J.:
Fallstudien
zu politischen Organisationen in kleinen Ländern. Modul 1:
Österreich.
http://www.politikon.org/preview/course.php?co_id=161&co_inst=1
Steffani, Winfried: Semi-Präsidentialismus:
ein
eigenständiger Systemtyp? Zur Unterscheidung von legislative und
Parlament.
In: Zeitschrift für Parlamentsfragen, Jg.26, 1995, H.4, S.621-641
Tálos, Emmerich (Hrsg.), 1992: Der
geförderte
Wohlfahrtsstaat. Wien.
5. Sitzung, 9. Mai 2005: Föderalismus in
Österreich
und der Schweiz
Pflichtlektüre
Linder, Wolf, 2003: Das politische System der
Schweiz,
in: Ismayr, Wolfgang (Hrsg.): Die politischen Systeme Westeuropas.
Opladen:
Leske + Budrich, 487-520.
Referat
- Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede
bestehen
zwischen dem österreichischen und dem schweizerischen
Föderalismus?
(D. Yoo/David Weis/Stephanie Rautenberg/Philipp Kratz/Heiko Reich:
Thesenpapier -
Protokoll)
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 3. Mai in der
Sprechstunde
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
Weitere Diskussionspunkte
- Besteht ein Zusammenhang zwischen der
Ausprägung
des Föderalismus und dem Niveau der Wohlfahrtsstaaten in
Österreich
und der Schweiz
- Föderalismuskonzepte im Vergleich
- Föderalismus im Vergleich
Ergänzende Literaturhinweise
Obinger, Herbert, 2002. Föderalismus und
wohlfahrtsstaatliche
Entwicklung: Österreich und die Schweiz im Vergleich, in:
Politische
Vierteljahresschrift 43/2, 235-271.
6. Sitzung, 23. Mai 2005: Korporatismus in Österreich und der
Schweiz
Pflichtlektüre
Schmitter, Philippe C. 1979:
Interessenvermittlung
und Regierbarkeit, in: Alemann, Ulrich von/Heinze, Rolf G. (Hrsg.):
Verbände
und Staat, Opladen: Westdeutscher Verlag, 92-114.
Referat
- Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede
bestehen
zwischen dem österreichischen und dem schweizerischen
Korporatismus?
(Annegret Ott/John Neubauer/Thorsten Plieske/Jonas Weidtmann/Somajeh
Noheh-Khan)
-
Sitzungsprotokoll von Thorsten Plieske
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 10. Mai in der
Sprechstunde
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
Weitere Diskussionspunkte
- Vor- und Nachteile korporatistischer
Interessenvermittlung
für die Politikproduktion
- Vor- und Nachteile korporatistischer
Interessenvermittlung
aus demokratietheoretischer Sicht
Ergänzende Literaturhinweise
Obinger, Herbert, 1998: Politische Institutionen
und Sozialpolitik in der Schweiz. Der Einfluß von
Nebenregierungen
auf Struktur und Entwicklungsdynamik des schweizerischen Sozialstaates.
Frankfurt/New York/Paris/Wien: Lang.
Schubert, Klaus 1995: Korporatismus versus
Pluralismus,
in: Nohlen, Dieter/Schultze, Rainer-Olaf: Politische Theorien (Lexikon
der Politik Band 1). München: Beck, 407-423.
Streeck, Wolfgang (Hrsg.), 1995: Staat und Verbände.
PVS-Sonderheft
25. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Wagschal, Uwe/Obinger, Herbert, 2000: Der Einfluss der Direktdemokratie
auf die Sozialpolitik, in: Politische Vierteljahresschrift 41/3,
466-497.
7.
Sitzung, 30. Mai 2005: Konkordanzdemokratien in den Niederlanden und
der
Schweiz
Pflichtlektüre
Lepszy, Norbert, 2003: Das politische System der
Niederlande, in: Ismayr, Wolfgang (Hrsg.): Die politischen Systeme
Westeuropas.
Opladen: Leske + Budrich, 349-388.
Referat
- Konkordanzdemokratie in der Schweiz und den Niederlanden im
Vergleich
(Helena
Kysela/Agathe Golda/Benjamin Seim/Silvia Kolle:
Thesenpapier)
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 10. Mai in der
Sprechstunde
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
Weitere Diskussionspunkte
- Dimensionen der Verhandlungsdemokratie
- Mehrheits- und Konsensdemokratien im Vergleich
- Korporatismus und Sozialpolitik in den Niederlanden
Ergänzende Literaturhinweise
Abromeit, Heidrun, 1993: Interessenvermittlung
zwischen
Konkurenz und Konkordanz. Opladen: Leske + Budrich.
Czada, Roland, 2000: Dimensionen der
Verhandlungsdemokratie:
Konkordanz, Korporatismus, Politikverflechtung. Polis-Heft 46. Hagen:
FernUniversität:
(http://www.fernuni-hagen.de/POLINST/polis-46-Czada.pdf) (auch
erschienen
in Holtmann, Everhart/Voelzkow, Helmut (Hrsg.), 2000: Zwischen
Wettbewerbs-
und Verhandlungsdemokratie. Wiesbaden: Westdeutscher, 23-49).
Czada, Roland/Schmidt, Manfred G. (Hrsg.), 1993:
Verhandlungsdemokratie, Interessenvermittlung, Regierbarkeit.
Opladen:
Westdeutscher.
Czerwick, Edwin, 1999: Verhandlungsdemokratie.
Zur
Überwindung von Politikblockaden, in: Zeitschrift für
Politikwissenschaft
9/2, 415-438.
Jochem, Sven/Siegel, Nico A., (Hrsg.), 2003:
Konzertierung,
Verhandlungsdemokratie und Reformpolitik im Wohlfahrtsstaat. Opladen:
Leske
+ Budrich.
Kleinfeld, Ralf 1998: Was können die
Deutschen
vom niederländischen Poldermodell lernen?, in: Niketta, Reiner/
Schmid,
Josef (Hrsg.), Wohlfahrtsstaat: Krise und Reform im Vergleich. Marburg:
Schüren, S. 113-138
Kleinfeld, Ralf 2000: Legitimation durch Konsens?
Leistungen und Defizite der niederländischen Konkordanzdemokratie,
in: Nitschke Peter/Gerlach, Irene (Hrsg.), Die Metamorphosen des
Leviathan:
Des Staates neue Kleider. Opladen: Leske + Budrich, 179-210
Kleinfeld, Ralf, 2001: Das politische System der
Niederlande.http://www.politikon.org/ilias/course.php?co_id=8&co_inst=1&st_id=1531&st_inst=1
(insbesondere Kapitel 6: Versäulung und Konkordanzdemokratie).
Lehmbruch, Gerhard, 1992: Konkordanzdemokratie,
in:
Schmidt, Manfred G. (Hrsg.): Die westlichen Länder (Lexikon der
Politik
Band 3). München: Beck, 206-211.
Lijphart, Arend, 1999:
Patterns of Democracy. New Haven/London: Yale UP. (siehe
dazu
auch: www.nilsbandelow.de/lijphart.html
Müller, Bernd (Hrsg.), 1998: Vorbild
Niederlande?
Münster: Agenda.
Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien.
Opladen:
Leske + Budrich, 325-355.
Steffen, Christian, Schmid, Josef, o.J.:
Fallstudien
zu politischen Organisationen in kleinen Ländern. Modul 2:
Niederlande.
http://www.politikon.org/preview/course.php?co_id=161&co_inst=1
Visser, Jesse/Hemerijck, Anton, 1998: Ein
holländisches
Wunder? Frankfurt a. M./New York:
Campus.
8. Sitzung, 6. Juni 2005: Monarchien in Belgien und den
Niederlanden
Dozentenfolien
Pflichtlektüre
Woyke, Wichard, 2003: Das politische System
Belgiens,
in: Ismayr, Wolfgang (Hrsg.): Die politischen Systeme Westeuropas.
Opladen:
Leske + Budrich, 389-414.
Referat
- Kompetenzen und Funktionen der Krone in
den
politischen
Systemen Belgiens und der Niederlande (Annabelle Brandes, Giovanna
Dreyer,
André Druch, Fleur Kampmann, Silvia Meier:
Thesenpapier
-
Ergebnisprotokoll)
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 24. Mai in der
Sprechstunde
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
Weitere Diskussionspunkte der Sitzung:
- Föderalismus in
Belgien und
Dezentralismus in den Niederlanden
- Parteiensysteme in Belgien
und
den
Niederlanden
- Politikproduktion und Politikergebnisse
in
Belgien
und den Niederlanden
Ergänzende Literaturhinweise
Berge, Frank/Grasse, Alexander, 2003: Belgien –
Zerfall oder föderales Zukunftsmodell. Opladen: Leske + Budrich.
Hecking, Claus, 2003: Das politische System
Belgiens.
Opladen: Leske + Budrich.
9.
Sitzung, 13. Juni 2005: Besonderheiten skandinavischer politischer
Systeme
Dozentenfolie
Pflichtlektüre
Nannestad,
Peter, 2003: Das politische System Dänemarks, in: Ismayr, Wolfgang
(Hrsg.): Die politischen Systeme Westeuropas. Opladen: Leske + Budrich,
55-92.
Referat
- Minderheitsdemokratien in Skandinavien
(Karina
Rödel, Stefanie Feldmann, Dörthe Ruth, Stephan Horn, Jessica
Volkmann:
Thesenpapier -
Ergebnisprotokoll)
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 31. Mai in der
Sprechstunde
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
Weitere Diskussionspunkte der Sitzung:
- Dezentralismus in Skandinavien
- Korporatismus in Skandinavien
- Skandinavische Wohlfahrtsstaaten
Eysell, Maria, 1996: Der dänische
Minderheitsparlamentarismus
der achtziger Jahre, in: Zeitschrift für Politikwissenschaft, 6
375-407.
Kropp, Sabine/Schüttemeyer, Suzanne
S./Sturm,
Roland (Hrsg.), 2003: Koalitionen West- und Osteuropa, Opladen: Leske +
Budrich.
Steffen, Christian, Schmid, Josef, o.J.: Fallstudien zu politischen
Organisationen
in kleinen Ländern. Modul 3: Dänemark.
http://www.politikon.org/preview/course.php?co_id=161&co_inst=1
Steffen, Christian, Schmid, Josef, o.J.:
Fallstudien
zu politischen Organisationen in kleinen Ländern. Modul 4:
Schweden.
http://www.politikon.org/preview/course.php?co_id=161&co_inst=1
10.
Sitzung, 20. Juni 2005: Defekte kleine Demokratien: Theoretische
Zugänge
Dozentenübersichten
Pflichtlektüre
Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien.
Opladen:
Leske + Budrich, 389-423.
Referat
- Österreich, die Schweiz, Belgien,
die
Niederlande
und Dänemark als perfekte Demokratien? Ergebnisse der Einordnung
bei
zwei ausgewählten Demokratieskalen (Tim Unger/Sina Leipholt/Tim
Schulz/Anna
Balzer/Jacqueline Kraus:
Thesenpapier -
Ergebnisprotokoll)
Die verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 7. Juni in der
Sprechstunde zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
Weiterere Diskussionspunkte der Sitzung
- Merkels Konzept der defekten Demokratie
- Nutzen von Demokratieskalen
- Methodische Probleme der Messung von
Demokratie
- Normative Probleme der Messung von
Demokratie
Ergänzende Literaturhinweise
Abromeit, Heidrun, 2004: Die Messbarkeit von
Demokratie:
Zur Relevanz des Kontextes, in: Politische Vierteljahresschrift 45/1,
73-93.
Merkel, Wolfgang et al., 2003: Defekte
Demokratie.
Band 1: Theorien und Probleme. Wiesbaden: VS.
Nohlen, Dieter, 1997: Demokratie, in: Nohlen,
Dieter/Waldmann,
Peter/Ziemer, Klaus (Hrsg.): Die östlichen und südlichen
Länder
(Lexikon der Politik Band 4). München: Beck, 118-127.
11.
Sitzung, 27. Juni 2005: Defekte kleine Demokratien: Das Beispiel
Albaniens
Dozentenfolien zu
konsensdemokratischen Elementen der politischen Systeme auf dem Balkan
Pflichtlektüre
Schmidt-Neke, Michael, 2002: Das politische
System
Albaniens, in: Ismayr, Wolfgang (Hrsg.): Die politischen Systeme
Osteuropas.
Opladen: Leske + Budrich, 767-805.
Referat
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 14. Juni in der
Sprechstunde
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
Weitere Diskussionspunkte der Sitzung
- Gründe für den albanischen Sonderweg in Europa
- Hat
Albanien eine Zukunft in der EU?
Weiterführende Literaturhinweise
Schmidt-Neke, Michael, 1996 :Albanien, in:
Weidenfeld,
Werner (Hrsg.): Demokratie und Marktwirtschaft in Osteuropa. Bonn:
Bundeszentrale
für politische Bildung, 265-284.
12. Sitzung, 4. Juli 2005:
Erfolgreiche
und gescheiterte Transformationsprozesse europäischer
Kleinstaaten:
Estland und Albanien im Vergleich
Dozentenfolien zu
konsensdemokratischen Elementen der politischen Systeme im Baltikum
Pflichtlektüre
Lagerspetz, Mikko/Maier, Konrad, 2002: Das
politische
System Estlands, in: Ismayr, Wolfgang (Hrsg.): Die politischen Systeme
Osteuropas. Opladen: Leske + Budrich, 69-107.
Referat
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede des
estnischen
und des albanischen Transformationsprozesses (Kathrin Aigner, Vera
Kükenshöner, Jörg Peitz, Mirko
Suerhoff:
Thesenpapier -
Protokoll)
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 21. Juni in der
Sprechstunde
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
Weitere Diskussionpunkte
- Ist Estland eine Verhandlungs- oder eine
Mehrheitsdemokratie?
- Politikergebnisse in Estland und Albanien
Ergänzende Literaturhinweise
Lange, Peer H., 1996: Die baltischen Staaten,
in:
Weidenfeld, Werner (Hrsg.): Demokratie und Marktwirtschaft in
Osteuropa.
Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 247-263.
Roberts, Andrew,
2003:
What Type of Democracy Is Emerging in Eastern Europe?
Unveröffentlichtes,
nicht zitierfähiges Manuskript eines Vortrags für die Annual
Conference of the Midwest Political Science Association, Chicaco.
13. Sitzung, 11. Juli 2005: Außenpolitische
Abhängigkeiten
europäischer Zwergstaaten/Abschlussplenum/Evaluation
Pflichtlektüre
Waschkuhn, Arno: 2003: Die politischen Systeme
Andorras,
Liechtensteins, Monacos, San Marinos und des Vatikan, in: Ismayr,
Wolfgang
(Hrsg.): Die politischen Systeme Westeuropas. Opladen: Leske + Budrich,
759-779.
Referat:
- Außenpolitische
Abhängigkeiten
und Unabhängigkeiten demokratischer Zwergstaaten (Dorothea
Dudziak, Felix
Gerhardt, Katharina Klotz, Tobias Mersch, Philipp Müllers, Binoy
Sinha,
Christian Weber:
Thesenpapier)
Die
verbindliche Vorbesprechung des Referats ist am 28. Juni in der
Sprechstunde
zwischen 11.00 und 12.00 Uhr in GC 04/149.
Weitere
Diskussionspunkte
- Sind San Marino, Liechtenstein und Monaco Verhandlungsdemokratien?
- Warum haben sich in den Zwergstaaten
verhandlungsdemokratische
Elemente entwickelt bzw. wodurch wurden sie verhindert?
- Welche Auswirkungen haben die
verhandlungsdemokratischen
Elemente auf die Legitimität des politischen Systems?
- Kann es auch in Zwergstaaten
Föderalismus
geben?
- Inwiefern spielt die
Größe
der Zwergstaaten (Einwohnerzahl und Fläche) für die
Entwicklung
und Funktion der behandelten verhandlungsdemokratischen Elemente eine
Rolle?
Weiterführende Literaturhinweise
Geser, Hans, 1992: Kleinstaaten im
internationalen
System, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und
Sozialpsychologie
44, 627-654.
Kochwasser, Friedrich, 1961: San Marino – Die
älteste
und kleinste Republik der Welt. Herrenalb.
Kranz, Walter, 1982: Fürstentum
Liechtenstein.
Eine Dokumentation. Liechtenstein: Presse- und Informationsamt. Vaduz:
Oehri.
Prinz Nikolaus von und zu Liechtenstein, 1996:
Liechtenstein
als Nachbar der Schweiz, Österreichs und auch Deutschlands –
Konzentrische
Kreise liechtensteinischer Außenpolitik. Erhältlich unter:
http://www.liechtenstein-institut.li
14. Sitzung, 18. Juli 2005: Programmänderung: Klausur für
BA-Studierende im Fach Politikwissenschaft (BA-Modul Vergleichende
Regierungslehre)
Allgemeine
Literaturhinweise
Katzenstein, Peter, 1985: Small States in World
Markets. Ithaca/London:
Cornell UP.
Kirt, Romain, 1999: Kleinstaat und Nationalstaat
im
Zeitalter der Globalisierung. ZEI
Discussion
Paper C 52. Bonn: Zentrum für Europäische
Integrationsforschung
(http://www.zei.de/download/zei_dp/dp_c52_kirt.pdf)
Kirt, Romain/Waschkuhn, Arno (Hrsg.), 2001:
Kleinstaaten-Kontinent
Europa. Probleme und Perspektiven. Baden-Baden: Nomos.
Schmidt, Manfred, G. 1981: Politische Steuerung
der
Ökonomie in Kleinstaaten. Eine vergleichende Analyse, in:
Österreichische
Zeitschrift für Politikwissenschaft, 10, 79-87.
Hinweise für
Hausarbeiten (unter anderem Studiengang PWG)
Hausarbeiten sollten ca. 10 Seiten umfassen. Die
Zitierweise
ist nicht festgelegt. Empfohlen wird die Zitierweise der Politischen
Vierteljahresschrift,
die jeweils auf der letzten Seite jedes Hefts dargestellt wird. Die
letzte
Seite jeder Hausarbeit muss eine unterschriebene Erklärung
enthalten,
in der die eigenständige Anfertigung der Arbeit und die
Kennzeichnung
aller aus anderen Quellen entnommenen Informationen zugesichert wird.
Letzter
Abgabetermin für die Hausarbeiten ist der 30. September 2005. Die
Hausarbeiten müssen selbstverständlich in gedruckter Form
abgegeben
werden. Sie können auch per Post an die Uni geschickt werden.Bei
den
Hausarbeitenst zunächst eine klare politikwissenschaftliche
Fragestellung
relevant. Es wird empfohlen, sich vor allem bei der Entwicklung einer
Fragestellung,
beim Vorgehen und Aufbau der Arbeit an vorliegenden anderen
politikwissenschaftlichen
Studien zu orientieren. Als besonders hilfreich hat sich außerdem
erwiesen:
Alemann, Ulrich von/Forndran, Erhard, 2002:
Methodik
der Politikwissenschaft. Stuttgart: Kohlhammer. (Das Buch kostet 14.50
€ und wird zur Anschaffung empfohlen).
Die Bewertung der Hausarbeiten orientiert sich an
folgendem Schema:
1.
Grad
der selbständigen Leistung
- Eigenständige Präzisierung der
Fragestellung;
- Plausible, begründete Urteile;
- Innovative Ausblicke.
2.
Sachlicher Gehalt
- Sachrichtigkeit (Quantität und
Qualität
der verarbeiteten Literatur/Quellen, Darlegung des Forschungsstandes);
- Begriffs- und Theoriekenntnisse
3.
Planung/Aufbau/Gedankenführung
- Logische, stringente Abfolge der einzelnen Teilelemente der Arbeit
- Durchgängige Beachtung des
thematischen
Schwerpunktes
(„roter Faden“);
- Plausible und belegbare
Schlussfolgerungen.
4.
Methodenbeherrschung
- Sachgerechte Anwendung
fachwissenschaftlicher
Methoden
- Beherrschung der Technik
wissenschaftlichen
Arbeitens unter Beachtung formaler Kriterien
5.
Sprachliche Form
- Sachgerechte und klare Fachsprache
- Sprachrichtigkeit (Rechtschreibung,
Zeichensetzung,
Grammatik)
Hinweise für Recherchen:
Weitere Literatur kann unter anderem im
Karlsruher
virtuellen Katalog recherchiert werden (
http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html).
Vor allem für Hausarbeiten ist es notwendig, vertiefende
Literaturrecherchen
durchzuführen, die auch Artikel aus Fachzeitschriften
berücksichtigen
sollten. Gute Hausarbeiten sollten mindestens drei eigenständig
recherchierte
Artikel aus Fachzeitschriften berücksichtigen. Folgende
Fachzeitschriften
werden empfohlen:
- Aus Politik und Zeitgeschichte
- Gesellschaft, Wirtschaft, Politik
(ehemals
Gegenwartskunde)
- Politische
Vierteljahresschrift
- Zeitschrift für internationale
Beziehungen
- Zeitschrift
für Parlamentsfragen
- Zeitschrift für Politik
- Zeitschrift
für Politikwissenschaft
Außerdem sollte bereits zur Vorbereitung
der
Referate das Internet als Informationsquelle genutzt werden. Hier
finden
sich nicht nur Sachinformationen, sondern auch Literaturlisten (etwa zu
anderen Universitätsveranstaltungen mit ähnlichen Themen).
Aktuelle
Informationen zu allen Ländern finden sich auf der Homepage des
Auswärtigen
Amts:
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/index_html
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