Mehrheits- und Konsensdemokratien

  
 

Übersichten zu den Messungen der verschiedenen Kriterien von Mehrheits- und Konsensusdemokratie aus Lijphart, Arend, 1999: Patterns of Democracy. Govermnent Forms and Performance in Thirty-Six Countries. New Haven/London: Yale UP. Ich danke Christian Wolf für die Bereitstellung der hier verwendeten Grafikdateien als JPG-Dateien. Danke auch an Torsten Stollen, der die Dateien in PDF-Format umgewandelt hat..


A) Executives-Parties Dimension

1. Machtkonzentration im Kabinett

Tabelle 6.3 aus Lijphart 1999: 110-111. (JPG)
Tabelle 6.3 aus Lijphart 1999: 110-111. (PDF)

Der Mittelwert (rechte Spalte) gibt den von Lijphart verwendeten Messwert an (hoher Wert: starke Machtkonzentration im Kabinett).

 
2.  Kräfteverhältnis zwischen Exekutive und Legislative
 

Tabelle 7.1 aus Lijphart 1999: 132-133. (JPG)
Tabelle 7.1 aus Lijphart 1999: 132-133. (PDF)

Relevant ist auch hier die rechte Spalte. Man beachte vor allem die korrigierten Werte für Frankreich, Jamaika, Trinidad, Malte, Bahamas und Botswana (evtl. ist es notwendig, auf der Seite nach rechts zu scrollen, um die gesamte Übersicht sehen zu können).

 
3.  Struktur des Parteiensystems

Schaubild 5.1 aus Lijphart 1999: 88.  (JPG)
Schaubild 5.1 aus Lijphart 1999: 88.  (PDF)

Auf der Abszisse der Übersicht sind die Ergebnisse der Messung von Lijphart zur effektiven Zahl der Parteien abgetragen, die Ordinate soll verdeutlichen, dass diese Zahl stark mit der Anzahl der Konfliktlinien im  Parteiensystem korreliert, wobei die Zahl der Parteien die Zahl der Konfliktlinien um 1 überschreitet.
 

4. Wahlrecht

Tabelle 8.2 aus Lijphart 1999: 162. (JPG)
Tabelle 8.2 aus Lijphart 1999: 162. (PDF)
 

Der gemessene Wert der Disproportionalität wird in der mittleren Spalte angegeben.
 

5. Verbändesysteme

Tabelle 9.1 aus Lijphart 1999: 177. (JPG)
Tabelle 9.1 aus Lijphart 1999: 177. (PDF)
 

Angegeben ist ein Wert auf einer Pluralismus-Korporatismus-Skala, ein hoher Wert für Pluralismus heißt also gleichzeitig, dass in dem Land ein geringer Grad an Korporatismus gemessen wurde.
 
 

B)  Federal-Unitary Dimension
 

6. Föderalismus/Dezentralismus

Tabelle 10.1 aus Lijphart 1999: 189. (JPG)
Tabelle 10.1 aus Lijphart 1999: 189. (PDF)

 
Man beachte vor allem den hohen Wert für Deutschland. Andere Werte (etwa die sehr niedrigen Werte für Frankreich und Großbritannien) sind möglicherweise dem Untersuchungszeitraum (1945-1996) geschuldet und würden heute nach Dezentralisierung und Devolution stärker in die Nähe von 2,0 tendieren.
 
 

7. Bikameralismus

Tabelle 11.2 aus Lijphart 1999: 212. (JPG)
Tabelle 11.2 aus Lijphart 1999: 212. (PDF)

Man beachte unter anderem den sehr hohen Wert für Deutschland und den ebenfalls überraschend hohen Wert für Großbritannien.
 
 

8. Rigidität der Verfassungen

Tabelle 12.1 aus Lijphart 1999: 220.  (JPG)
Tabelle 12.1 aus Lijphart 1999: 220.  (PDF)
 

Interessant ist hier die Frage, ob die gemessenen formal-rechtlichen Zusammenhänge tatsächlich die politische Realität widerspiegeln. Welche Rolle spielen etwa "freiwillige" Referenden, wie etwa das in Großbritannien vor einem Beitritt zum Euro vorgesehene (und das zwar nicht verfassungsrechtlich, wohl aber politisch notwendig ist).
 
 

9. Einfluss der Judikative auf die Gesetzgebung

Tabelle 12.2 aus Lijphart 1999: 226. (JPG)
Tabelle 12.2 aus Lijphart 1999: 226. (PDF)
 

Diskussionswürdig in Bezug auf neuere Entwicklungen ist vor allem die Einordnung der EU-Mitgliedstaaten. Gibt es eventuell auch in Ländern wie Großbritannien einen Einfluss der Judikative auf die Gesetzgebung - nämlich nicht der britischen Judikative, sondern des Europäischen Gerichtshofs?
 
 

10. Unabhängigkeit der Zentralbank

Tabelle 13.1 aus Lijphart 1999: 236-237. (JPG)
Tabelle 13.1 aus Lijphart 1999: 236-237. (PDF)
 

Man beachte hier besonders, dass weder die Unabhängigkeit der britischen Zentralbank seit 1997 noch die Veränderungen im Euro-Raum bei den bis 1996 reichenden Daten berücksichtigt werden konnten. Für Zeitreihen ab 1999 müssten also die Daten für alle Euro-Teilnehmer identisch sein.
 
 
 

Zweidimensionale Einordnung der Länder

Tabelle 14.1 aus Lijphart1999: 248. (PDF)

In der Sitzung werden vor allem die Einordnungen der USA, der Schweiz, Großbritanniens und Frankreichs besprochen. Dabei soll der Sinn der zweidimensionalen Messung diskutiert werden. Interessant ist auch die Frage nach Zusammenhängen zwischen Größe eines Landes und Ausprägung auf der Lijphart-Typologie.