Seminar/Masterkurs: Methoden der vergleichenden Politikwissenschaften

 

Ruhr-Universität Bochum, Wintersemester 2005/06

Dienstags, 12-14 Uhr, Raum GC 04/411 (Achtung: Neuer Raum!)

Leitung: Priv.-Doz. Dr. Nils Bandelow

 

Teilgebiete Diplom/Nebenfach: Vergleichende Politikwissenschaft, Allgemeine Theorie und Methodologie der Politikwissenschaft, Modelle der Politikwissenschaft

Teilgebiet Master: Modelle der Politikfeldanalyse (Modul Politikfeldanalyse)

Andere Zuordnungen sind nur in Absprache mit dem Dozenten zu Beginn des Semesters möglich.

 

Lernziele (Grobziele):

-         Kenntnis und Verständnis der verschiedenen methodologischen Perspektiven und ausgewählter Methoden und Techniken der vergleichenden Politikwissenschaften

-         Fähigkeit zur Anwendung ausgewählter Methoden und Techniken der vergleichenden Politikwissenschaften zur Analyse von Forschungsfragen

-         Fähigkeit zur Problematisierung der vergleichenden Methoden in Bezug auf allgemeine Anwendungsfelder und Schwächen

-         Fähigkeit zur Problematisierung des methodischen Vorgehens ausgewählter Studien der vergleichenden Politikwissenschaften

Alle Referate sollen zwischen 15 und MAXIMAL 30 Minuten dauern. Nach spätestens 30 Minuten werden die Referate beendet, um Zeit für Diskussionen zu ermöglichen. Zu jedem Referat ist ein Thesenpapier anzufertigen, das die wichtigsten Aussagen und Literaturhinweise enthält. Alle Referate müssen vorher mit dem Dozenten besprochen werden. Zu dieser Vorbesprechung sind Konzept und Thesenpapier (als Word-Datei) vorzulegen.

Da für die einzelnen Themen jeweils mehrere Studierende zuständig sind, müssen die Aufgaben intern verteilt werden. Dabei soll jeweils nur ein/e Studierende/r das Thema vortragen. Weitere Aufgaben sind Kommentare (d. h., jeweils eine eigenständige Vorbereitung auf das Thema – inklusive der Fähigkeit, ggfs. als Ersatzreferent/in einzuspringen – in Verbindung mit besonders kompetenter Beteiligung an der Diskussion) und Ergebnisprotokolle. Studierende, die einen Schein erwerben wollen, sollten Aufgaben als Referent/in oder Kommentator/in übernehmen – sofern dies in der internen Aufteilung der Gruppe möglich ist.

 

Vorläufiges Programm (Achtung, Änderung des ursprünglichen Plans: Die Sitzung am 6. Dezember findet doch statt.)

 

1. Sitzung, 18. Oktober 2005: Einführung, Themenvergabe

In der ersten Sitzung soll unter anderem der offizielle Seminartitel geklärt werden. Inhalte sind:

-         Stellenwert der vergleichenden Methode in der Politikwissenschaft

-         Entwicklung und Stellung des Faches „Comparative Politics“ in der Politikwissenschaft

-         Wieso „Modelle der Politikfeldanalyse“?

 

Literaturempfehlungen

http://www.vergleichende-politikwissenschaft.de/ (private Seite von Robert Schulz mit einigen hilfreichen Materialien)

Landman, Todd, 2000: Issues and Methods in Comparative Politics. An Introduction. London: Routledge., 1-14.

Lauth, Hans-Joachim/Wagner, Christoph, 2002: Gegenstand, grundlegende Kategorien und Forschungsfragen der „Vergleichenden Regierungslehre“, in: Lauth, Hans-Joachim (Hrsg.): Vergleichende Regierungslehre. Eine Einführung. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 15-40.

Mahoney, James, 2000: Strategies of Causal Inference in Small-N Analysis, in: Sociological Methods and Research 28, 387-424.

Peters, B. Guy, 1998: Comparative Politics. Theory and Methods. New York: New York University Press, 1-27.

Schubert, Klaus/Bandelow, Nils C., 2003: Politikdimensionen und Fragestellungen der Politikfeldanalyse, in: Schubert, Klaus/Bandelow, Nils C. (Hrsg.): Lehrbuch der Politikfeldanalyse. München. Oldenbourg: 1-22.

Stoker, Gerry/Marsh, David, 2002: Introduction, in: Marsh, David/Stoker, Gerry (eds.): Theory and Methods in Political Science. Basingstoke: Palgrave, 1-16.

 

 

2. Sitzung, 25. Oktober 2005: Wissenschaftstheoretische Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaften

 

Referat: Ontologische und epistemologische Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft (Patrick Kresse) – Verbindliche Vorbesprechung am 18. Oktober 2005 im Anschluss an die Sitzung

* Thesenpapier

* Präsentation als Handzettel

 

Literaturempfehlungen

Hay, Colin, 2002: Political Analysis. Basingstoke: Palgrave.

Marsh, David/Furlong, Paul, 2002: A Skin, not a Sweater: Ontology and Epistemology in Political Science, in: Marsh, David/Stoker, Gerry (eds.): Theory and Methods in Political Science. Basingstoke: Palgrave, 17-41.

Patzelt, Werner J., 2005: Wissenschaftstheoretische Grundlagen sozialwissenschaftlichen Vergleichens, in: Kropp, Sabine/Minkenberg, Michael (Hrsg.): Vergleichen in der Politikwissenschaft. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 16-54.

 

 

3. Sitzung, 8. November 2005: Typenbildung in der Herrschafts- oder Staatsformenlehre

 

Referat: Subtypen in der Demokratiemessung: Idealtypen, Extremtypen, eine neue Perspektive oder ein methodisches Missverständnis? – Verbindliche Vorbesprechung am 25. Oktober im Anschluss an die Sitzung

 

Referat: Mirko Schwärzel:  Thesenpapier

Kommentar: Christina Ruta

 Ergebnisprotokoll: Boris Schwarzmann/Nils Bandelow

 

 

Literaturempfehlungen

Collier, David/Levitzkiy, Steven, 1997: Democracy with Adjectives: Conceptual Innovation in Comprative Research, in: World Polics 3, 430-451.

Fuchs, Dieter (2001): Types and Indicies of Democratic Regimes, FS III 01-203, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung  (WZB)

Hempel, Carl G., 1976: Typologische Methoden in den Sozialwissenschaften, in: Topitsch, Ernst (Hrsg.): Logik der Sozialwissenschaften. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 85-103.

Kluge, Susann, 2000: Empirisch begründete Typenbildung in der qualitativen Sozialforschung, in: Forum Qualitative Sozialforschung, 1/1, http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/1-00/1-00kluge-d.htm

Lauth, Hans-Joachim, 2002: Regimetypen: Totalitarismus – Autoritarismus – Demokratie, in: Lauth, Hans-Joachim (Hrsg.): Vergleichende Regierungslehre. Eine Einführung. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 105-130.

Lauth, Hans-Joachim, 2003: Typologien in der vergleichenden Politikwissenschaft: Überlegungen zum Korrespondenzproblem, in: Pickel, Susanne/Pickel, Gert/Lauth, Hans-Joachim/Jahn, Detlef (Hrsg.): Vergleichende politikwissenschaftliche Methoden. Neue Entwicklungen und Diskussionen. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 37-58.

Linz, Juan J. (2000): Totalitäre und autoritäre Regime, Berlin.

Merkel, Wolfgang/Puhle, Hans-Jürgen, Croissant, Aurel (Hrsg.), 2003: Defekte Demokratien. Band 1: Theorien und Probleme. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

O’Donnell, Guillermo, 1994: Delegative Democracy, in: Journal of Democray 7/4, 112-126.

Nohlen, Dieter, 1994: Typus/Typologie, in: Kriz, Jürgen/Nohlen, Dieter/Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Politikwissenschaftliche Methoden (Lexikon der Politik Band 2). München: C. H. Beck, 491-496.

Sartori, Giovanni, 1992: Demokratietheorie, Darmstadt.

Ullrich, Carsten G, 1999: Deutungsmusteranalyse und diskursives Interview. Leitfadenkonstruktion, Interviewführung und Typenbildung. Mannheimer Zentrum für Euroäische Sozialforschung. Arbeitspapier Nr. 3/1999. Externer Link: http://www.mzes.uni-mannheim.de/publications/wp/wp-3.pdf

Vanhanen, Tatu (1990): The process of democratization: a comparative study of 147 states, 1980 – 88, New York.

 

 

4. Sitzung, 15. November 2005: Verstehende Methoden in der Vergleichenden Politikwissenschaft

 

Referat: Die Wohlfahrtsstaatstypologie von Esping-Andersen und ihre Weiterentwicklungen: Beispiel für eine verstehende Methode? (Verbindliche Vorbesprechung am 8. November in der Sprechstunde)

Referentinnen: Katja Behrensen, Daniela Bolsmann

Kommentar: André Lehmitz

Ergbnisprotokoll: Tim Peters

 Thesenpapier

 Präsentation als Handzettel

 Ergebnisprotokoll

 

Literaturempfehlungen

Bonell, Victoria, 1980: The Uses of Theory, Concepts and Comparison in Historical Sociology, in. Comparative Studies in Society and History 22, 156-173.

Esping-Andersen, GÆsta, 1990: The Three Worlds of Welfare Capitalism, Cambridge.

Esping-Andersen, GÆsta (Hrsg.) (1997): Welfare States in transition. National Adaptations in Global Economies, London/Thousand Oaks/New Delhi.

Gerhardt, Uta, 1986: Verstehende Strukturanalyse. Die Konstruktion von Idealtypen als Analyseschritt bei der Auswertung qualitativer Forschungsmaterialien, in Soeffner, Hans-Georg (Hrsg.): Typik und Sozialstruktur. Frankfurt/New York: Campus, 31-84.

Hall, Peter A./Soskice, David (eds.), 2001: Varieties of Capitalism. The Institutional Foundations of Comparative Advantage. Oxford: Oxford University Press.

Hekman, Susan J., 1983: Weber’s Ideal Type: A Contemporary Reassessment, in: Polity 16/1, 119-137.

Henninger, Annette, 2003: Innovationsstrategien in der Softwarebranche: Das Beispiel einer ländervergleichenden Studie mit qualitativen Methoden, in: Pickel, Susanne/Pickel, Gert/Lauth, Hans-Joachim/Jahn, Detlef (Hrsg.): Vergleichende politikwissenschaftliche Methoden. Neue Entwicklungen und Diskussionen. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 316-332.

Levi-Four, David, o.J.: Case-Oriented versus Variable-Oriented Comparative Strategies, http://poli.haifa.ac.il/~levi/weber.html

Levi-Four, David, o.J.: The Comparative Strategies of Emile Durkheim and Max Weber: Between Positive and Interpretative Social Sciences, http://poli.haifa.ac.il/~levi/durkheim.html

Moore, Barrington, 1966: The Social Origins of Dictatorship and Democracy: Lord and peasant in the Making of the Modern World. Boston: Beacon.

Ragin, Charles/Zaret, David, 1983: Theory and Method in Comparative Research: Two Strategies, in: Social Forces 61, 731-754.

Smelser, Neil, 1976: Comparative Methods in the Social Sciences. Prentice-Hall.

Weber, Max, 1980: Wirtschaft und Gesellschaft. Tübingen: Mohr Siebeck.

 

 

5. Sitzung, 22. November 2005: Vergleichende Methoden in der politischen Systemlehre

 

Referat: Anwendungsfelder und Probleme systemtheoretischer Vergleiche in der Politikwissenschaft (Verbindliche Vorbesprechung am 15. November 2005 in der Sprechstunde)

 

Referat/Kommentar: Holger Moshövel, Benjamin Harney:  Thesenpapier

Kommentar: Jean-Paul Zick

 Protokoll: Sarah Wagner

 

Literaturempfehlungen

Almond, Gabriel, 1960: A Functional Approach to Comparative Politics., in. Almond, Gabriel/Coleman, James (eds.): The Politics of Developing Areas. Princeton: Princeton University Press, 3-64.

Almond, Gabriel/Powell, G. Bingham/Strom, Kaare/Dalton, Russell, 2004: Comparative Politics Today. A World View. New York Pearson Longman, 31-45.

Dahl, Robert A., 1963. Modern Political Analysis. Englewood Cliffs, NJ: Prentice Hall.

Deutsch, Karl W., 1977: On the learning capacity of large political systems. Internationales Institut für Vergleichende Gesellschaftsforschung Papers 77/7. Berlin: IIVG.

Deutsch, Karl W./Dominguez, Jorge I./Heclo, Hugh, 1981: Comparative government: politics of industrialized and developing nations. Boston: Mifflin.

Easton, David, 1957: An Approach to the Analysis of Political Systems, in: World Politics 9/3, 393-400.

Easton, David, 1979 (original 1965): A Systems Analysis of Political Life. Chicago: University of Chicago Press.

Hartmann, Anja, 2002: Zwischen Differenzierung und Integration. Die Entwicklung des Gesundheitssystems in den Niederlanden und der Bundesrepublik. Opladen: Leske + Budrich.

Norris, Pippa. 1997: Designing Democracies: Institutional Arrangements and System Support. For the John F. Kennedy School of Government Workshop on Confidence in Democratic Institutions: America in Comparative Perspective, 25-27th August 1997 Sheraton Hotel, Washington DC, http://www.ksg.harvard.edu/norrisweb/ARCHIVE/Designingpap.htm

Remington, Lee R./Randazzo, Kirk A., 2005: A Comparative Analysis of Public Confidence in National Legal Systems. Paper prepared for the annual meeting of the Southern Political Science Association. New Orleans, LA. Externer Link: http://www.as.uky.edu/polisci/ulmerproject/WP_2005_01.pdf

Scarritt, James, 1986: The Explanation of African Politics and Society: Toward a Synthesis of Approaches, in: Journal of African Studies 13/3, 85-93.

Waschkuhn, Arno, 1987: Politische Systemtheorie. Entwicklung, Modelle, Kritik. Eine Einführung. Opladen.

 

 

6. Sitzung, 29. November 2005: Fallauswahl und Variablenauswahl in der empirisch-analytischen vergleichenden Politikwissenschaft

 

Referat: Fallauswahl und Variablenauswahl in der vergleichenden Politikwissenschaft (Verbindliche Vorbesprechung am 22. November 2005 in der Sprechstunde)

Für das Thema sind zuständig: Ludwig Krüger, Fabian Zuber, Maximilian Mayer (empfohlene Aufteilung nach interner Absprache: Referat, Kommentar)

 Thesenpapier

 Präsentation als Handzettel

 Dozentenfolien

 

Literaturempfehlungen

Aarebrot, Frank H./Bakka, Pal H., 2003: Die vergleichende Methode in der Politikwissenschaft, in: Berg-Schlosser, Dirk / Müller-Rommel, Ferdinand (Hrsg.), Vergleichende Politikwissenschaft, 4. Aufl., Opladen: Leske + Budrich, 57-76.

Berg-Schlosser, Dirk, 2005: Makro-qualitative vergleichende Methoden, in: Kropp, Sabine/Minkenberg, Michael (Hrsg.): Vergleichen in der Politikwissenschaft. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 170-179.

Collier, David/Mahoney, James/Seawrigt, Jason, 2004: Claiming Too Much: Warning About Selection Bias, in: Brady,Henry E./Collier David (eds.): Rethinking Social Inquiry: Diverse Tools, Shared Standards. Lanham: Rowman & Littlefield, 85-102.

Dogan, Mattei/Pelassy, Dominique, 1990: How to Compare Nations. Chatham: Chatham House.

Geddes, Barbara, 1990: How the Cases You Choose Affect the Answers You Get. Selection Bias in Comparative Politcs, in: Stimson, James A. (ed.): Political Analysis, Vol. 2. Ann Arbor: University of Michigan Press, 131-150.

Gerring, John, 2004: What is a Case Study and What is it Good For? In: American Political Science Review 2, 341-354.

Landman, Todd, 2003: Issues and Methods in Comparative Politics: An Introduction. London: Routledge, 39-60.

Lauth, Hans-Joachim/Winkler, Jürgen R., 2002: Methoden der Vergleichenden Politikwissenschaft, in: Lauth, Hans-Joachim (Hrsg.): Vergleichende Regierungslehre. Eine Einführung. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 41-79.

Levi-Four, David, o.J.: Cases and Case Studies in Comparative Research, http://poli.haifa.ac.il/~levi/casem.html

Levi-Four, David, o.J.: The Logic of Comparative Research, http://poli.haifa.ac.il/~levi/mlogic.html

Lijphart, Arend 1971: Comparative Politics and the Comparative Method, in: American Political Science Review 65: 682-693.28-79.

Mill, John Staurt 1967 (1843): A System of Logic: Ratiocinative and Inductive. Toronto: University of Toronto Press.

Mill, John Stuart, 1969 (1888): Two Systems of Comparison, in: Etzioni, Amitai/DuBow, Fred (Hrsg.): Comparative Perspctives. Theories and Methods. Boston, MA: Little Brown, 205-213.

Mill, John Stuart, 1885: Von den vier Methoden der experimentalen Forschung, in: Mill, John Stuart: System der deductiven und inductiven Logik. Eine Darlegung der Grundsätze der Beweislehre und der Methoden wissenschaftlicher Forschung. Band 2. Leipzig: Fues’s Verlag, 86-110.

Peters, B. Guy, 1998: Comparative Politics. Theory and Methods. New York: New York University Press,

Przeworski, Adam/Teune, Henry, 1970: The Logic of Comparative Social Inquiry. New York: Wiley Interscience.

Ragin, Charles C./Becker, Howard S., 1992: What Is a Case? Exploring the Foundations of Social Inquiry. Cambridge: Cambridge University Press.

Smelser, Neil J., 1976: Comparative Methods in the Social Sciences. Princeton, NJ: Prentice Hall.

Tiemann, Guido, 2003: Das “most differenst systems design” als Instrument zum Umgang mit multipler Kausalität, in: Pickel, Susanne/Pickel, Gert/Lauth, Hans-Joachim/Jahn, Detlef (Hrsg.): Vergleichende politikwissenschaftliche Methoden. Neue Entwicklungen und Diskussionen. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 265-287.

Tsebelis, George (1999): Veto Players and Law Production in Parliamentary Democracies: An Empirical Analysis, in: American Political Science Review, Vol. 93, No. 3, s. 591-608; Tsebelis, George (1995): Decision Making in Political Systems: Veto Players in Präsidentialism, Parlamentarism, Multicameralism and Multipartyism, in: British Journal of Political Science, 25, S. 289-325.

 

 

7. Sitzung, 6. Dezember 2005: Indikatorenbildung und Messung in der vergleichenden Politikwissenschaft

 

Referat: Messung des Potenzials von Ministerialbürokratien zur Beeinflussung politischer Entscheidungsprozesse (verbindliche Vorbesprechung am 29. November 2005 in der Sprechstunde)

 

Referat: Michael Nowak, Peter Bärwolf:  Thesenpapier

 

Literaturempfehlungen

Auer, Astrid/Demke, Christoph/Poet, Robert, 1996: Civil Service in the Europe of Fifteen: Current Situation and Prospects. Maastricht: European Instute of Public Administration.

Hood, Christopher/Dunsire, Andrew, 1981: Bureaumetrics: The Quantitative Comparison of British Central Government Agencies. Farnbourough: Gower.

Page, Edward C., 1989: Political Authority and Bureaucratic Power: A Comparative Analysis. New York/London: Harvester Wheatsheaf.

Schnapp, Kai-Uwe, 2001: Politisches Einflusspotenzial von Regierungsbürokratien in OECD-Ländern, in: Aus Politik und Zeitgeschichte B 5. Externer Link: http://www.bpb.de/publikationen/UVIKQN,0,0,Politisches_Einflusspotenzial_von_Regierungsb%FCrokratien_in_OECDL%E4ndern.html

Schnapp, Kai-Uwe 2004: Ministerialbürokratien in westlichen Demokratien. Eine vergleichende Analyse. Opladen: Leske + Budrich.

 

 

8. Sitzung, 13. Dezember 2005: Methoden und Methodenprobleme des Akteurzentrierten Institutionalismus

 

Referat: Methoden und Methodenprobleme im Forschungsprogramm des Akteurzentrierten Institutionalismus (verbindliche Vorbesprechung am 29. November in der Sprechstunde)

 Thesenpapier

Für das Thema sind zuständig:

Alexander Henning (Referat)

Sibel Erkilet (Kommentar)

Justyna Nedza:  Ergebnisprotokoll

 

Literaturempfehlungen

Mayntz, Renate/Scharpf, Fritz W., 1995: Gesellschaftliche Selbstregulierung und politische Steuerung. Frankfurt a. M.: Campus.

Scharpf, Fritz W., 1987: Sozialdemokratische Krisenpolitik in Europa. Frankfurt a. M.: Campus.

Scharpf, Fritz W., 2000: Interaktionsformen: Akteurzentrierter Institutionalismus in der Politikforschung. Opladen: Leske + Budrich.

 

 

9. Sitzung, 20. Dezember 2005: Qualitativ vergleichende Forschung und Ragin-Ansatz

 

Referat: Anwendungsfelder und Probleme des Ragin-Ansatzes in der vergleichenden Politikwissenschaft (verbindliche Vorbesprechung am 13. Dezember in der Sprechstunde)

 

Für das Thema sind zuständig: Katharina Knüttel, Daniel Staab:  Präsentation (Achtung, sehr große Datei! – Für Modem-Nutzer steht daher  hier eine im Umfang reduzierte Fassung zum Download bereit) –  Ergebnisprotokoll

 

Literaturempfehlungen

http://www.compasss.org/WPThemes.htm (mehrere themenbezogene Papiere mit Software etc.)

http://www.u.arizona.edu/~cragin/fsqca.htm (fs/QCA-Homepage mit Software etc.)

http://www.u.arizona.edu/~cragin/ragin.htm (Homepage von Charles Ragin)

http://www.staff.uni-marburg.de/~cronqvis/ (Homepage von Lasse Cronqvist)

http://www.tu-dresden.de/phfipo/polsys/lehrv_ragin.html (Unterlagen zu einem Seminar von Prof. Werner Patzelt an der TU Dresden zum Ragin-Ansatz)

Cronqvist, Lasse, 2005. Tosmana – Tool for Small-N Analysis [SE Version 1.21]. Marburg. Internet: http://www.tosmana.net .

Jakobs, Jörg, 2003: Des Kaisers neue Kleider? Fuzzy-Set-Sozialwissenschaften und die Analyse von mittleren Ns, in: Pickel, Susanne/Pickel, Gert/Lauth, Hans-Joachim/Jahn, Detlef (Hrsg.): Vergleichende politikwissenschaftliche Methoden. Neue Entwicklungen und Diskussionen. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 135-150.

Levi-Four, David, o.J.: A Boolean Approach to Comparative Research, http://poli.haifa.ac.il/~levi/boolean.html

Pennigs, Paul, 2003: The Methodology of the Fuzzy-Set Logic, in: Pickel, Susanne/Pickel, Gert/Lauth, Hans-Joachim/Jahn, Detlef (Hrsg.): Vergleichende politikwissenschaftliche Methoden. Neue Entwicklungen und Diskussionen. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 87-103.

Ragin, Charles C., 1987: The Comparative Method. Moving Beyond Qualitative and Quantitative Strategies. Berkeley: University of California Press.

Ragin, Charles C., 1999: The distinctiveness of Case-oriented Research, in: Health Services Research, externer Link: http://www.findarticles.com/p/articles/mi_m4149/is_5_34/ai_58451869

Ragin, Charles C., 2000: Fuzzy-Set Social Science. Chicago/London: University of Chicago Press.

Ragin, Charles C., 2004: Turning the Tables: How Case-Oriented Research Challenges Variable-Oriented Research, in: Brady, Henry E./Collier, David (eds.): Rethinking Social Inquiry. Lanham et al.: Rowman & Littlefield, 123-138. (bzw. in Comparative Social Research 16 (1997): 27-42).

Ragin, Charles/Mayer Susan E. /Drass, Kriss A., 1984: Assessing Discrimination: A Boolean Approach, in: American Sociological Review 49/2, 221-234.

Wagemann, Claudius/Schneider, Carsten Q., 2003: Fuzzy-Set Qualitative Comparative Analysis (fs/QCA): Ein Zwei-Stufen-Modul, in: Pickel, Susanne/Pickel, Gert/Lauth, Hans-Joachim/Jahn, Detlef (Hrsg.): Vergleichende politikwissenschaftliche Methoden. Neue Entwicklungen und Diskussionen. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 105-134.

 

 

10. Sitzung, 10. Januar 2006: Pooled Analysis in der vergleichenden Staatstätigkeitsforschung

 

Referat: Anwendung von Pooled Analysis zur Erklärung des Anstiegs von Gesundheitsausgaben in OECD-Ländern (verbindliche Vorbesprechung in der Sprechstunde am 20. Dezember 2005)

 

Referent/Kommentar: Yves Partschefeld, Sebastian Jeworatzki:  Präsentation

 Ergebnisprotokoll: Sibel Erkilet

 

Berg-Schlosser, Dirk (2003): Makro-qualitative vergleichende Methoden, in: Berg-Schlosser, Dirk/Müller-Rommel, Ferdinand (Hrsg.), Vergleichende Politikwissenschaft, 4. Aufl., Opladen: Leske + Budrich, 102-128.

Kittel, Bernhard, 2005: Pooled Analysis in der ländervergleichenden Forschung: Probleme und Potentiale, in: Kropp, Sabine/Minkenberg, Michael (Hrsg.): Vergleichen in der Politikwissenschaft. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 96-115.

Niedermayer, Oskar/Widmaier, Ulrich, 2003: Quantitativ vergleichende Methoden, in: Berg-Schlosser, Dirk / Müller-Rommel, Ferdinand (Hrsg.), Vergleichende Politikwissenschaft, 4. Aufl., Opladen: Leske + Budrich, 77-102.

Peters, B. Guy, 1998: Comparative Politics. Theory and Methods. New York: New York University Press, 191-211.

Schmidt, Manfred G., 1999: Warum die Gesundheitsausgaben wachsen. Befunde des Vergleichs demokratisch verfasster Länder, in: Politische Vierteljahresschrift 40/2, 229-245.

 

 

11. Sitzung, 17. Januar 2006: Vergleichende Methoden in der anwendungsorientierten Politikwissenschaft

Referat: Methoden des Beschäftigungs- und Standort-Rankings der Bertelsmann-Stiftung (verbindliche Vorbesprechung in der Sprechstunde am 10. Januar 2006)

 

Referat/Kommentar: Stefan Nawenberg, Henrik Hiby:  Thesenpapier

 Ergebnisprotokoll: Malte Wagner

 

Esche, Andreas, 1998: Ein neuer Ausgleich von Eigenverantwortung und Solidarität. Internationale Beispiele zur Sozial- und Tarifpolitik, in: APuZ, B 11, 3-11.

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/stiftung/hs.xsl/4303.html

Huckemann, Stefan, Suntum, Ulrich van, 1994b: Beschäftigungspolitik im internationalen Ver­gleich. Tabellenband 1980-1993. Gütersloh: Bertelsmann.

Huckemann, Stefan/Suntum, Ulrich van, 1994a: Beschäftigungspolitik im internationalen Ver­gleich. Länder-Ranking 1980-1993. Gütersloh: Bertelsmann.

Schmidt, C. M. et al., 2001: Perspektiven der Arbeitsmarktpolitik. Internationaler Vergleich und Empfehlungen für Deutschland. Berlin/Heidelberg: Springer.

Schröder, Jörg/Suntum, Ulrich van, 1996: Internationales Beschäftigungs-Ranking 1996. Güters­loh: Bertelsmann.

Schütz, Holger/Schmid, Günther/Speckesser, Stefan, 1997: Ranking national labour market performance: the case of the Bertelsmann Foundation, in: Tront, Leonello (ed.): Benchmarking Employment Performance and Labour Market Policies. Berlin: Institute for Applied Socio-Economics, 253-287.

 

 

12. Sitzung, 24. Januar 2006: Vergleichende Politikwissenschaft und Kausalität

 

Referat: Kausale Perspektiven in der vergleichenden Politikwissenschaft (Sebastian Wuwer):  Thesenpapier

Referat: Process-Tracing (Tiezheng Li):  Thesenpapier

Ergebnisprotokoll: Emin Arici

(verbindliche Vorbesprechung in der Sprechstunde am 17. Januar 2006)

 

Literaturempfehlung

Hall, Peter, 2003: Aligning Ontology and Methodology in Comparative Politics, in: Mahoney, James/Rueschemeyer, Dietrich (eds.): Comparative Historical Research in the Social Sciences. Cambridge: Cambridge University Press, 373-404 (zu Process-Tracing).

Ganghoff, Steffen, 2005: Kausale Perspektiven in der vergleichenden Politikwissenschaft. X-zentrierte und Y-zentrierte Forschungsdesigns, in: Kropp, Sabine/Minkenberg, Michael (Hrsg.): Vergleichen in der Politikwissenschaft. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 76-93.

George, Alexander, 1979: Case Studies and Theory Development: The Method of Structured, Focused Comparison, in Paul G. Lauren (ed.), Diplomacy: New Approaches in History, Theory and Policy (1979), 43-68. (zu Process-Tracing)

George, Alexander/Bennett, Andrew, 2005: Case Studies and Theory Development in the Social Sciences. Cambridge, MA: MIT Press.

George, Alexander/McKeown, Timothy, 1985: Case Studies and Theories of Organizational Decision Makingin:  Advances in Information Processing in Organizations 2, 21-58. (zu Process-Tracing)

 

13. Sitzung, 31. Januar 2006: Verbreitung vergleichender Methoden in der Politikwissenschaft

 

Referat: Verbreitung der verschiedenen vergleichenden Methoden in politikwissenschaftlichen Fachartikeln seit 1990: Auswertungen der Zeitschriften Politische Vierteljahresschrift und Comparative Politics (Vorschlag) (verbindliche Vorbesprechung in der Sprechstunde am 24. Januar 2006)

 

Für das Thema sind zuständig, Verena Merden, Jens Fickermann, Eun-Siee Jo, Katharina Harmat, Daniel Hoffmann

 Präsentation als Handzettel

 

In dieser Sitzung wird ein Evaluationsbogen verteilt, der anonym ausgefüllt werden soll. Es besteht auch die Möglichkeit, den Bogen bereits im Vorfeld auszufüllen und zur Sitzung mitzubringen: Bogen als Word-Datei, Bogen als PDF-Datei

                                                                                

 

14. Sitzung, 7. Februar 2006: Abschlussplenum, Evaluation

 

Abgabe von Hausarbeiten

Hausarbeiten sollten ca. 15 Seiten umfassen. Die Zitierweise ist nicht festgelegt. Empfohlen wird die Zitierweise der Politischen Vierteljahresschrift, die jeweils auf der letzten Seite jedes Hefts dargestellt wird. Die letzte Seite jeder Hausarbeit muss eine unterschriebene Erklärung enthalten, in der die eigenständige Anfertigung der Arbeit und die Kennzeichnung aller aus anderen Quellen entnommenen Informationen zugesichert wird. Selbstverständlich handelt es sich bei der Erklärung nicht nur um einen formalen Akt: Die Übernahme wörtlicher oder sinngemäßer Textelemente von anderen Autoren ohne genauen Nachweis (Plagiat) wird streng sanktioniert. Letzter Abgabetermin für die Hausarbeiten ist der 31. März 2006. Die Hausarbeiten müssen selbstverständlich in gedruckter Form abgegeben werden. Sie können auch per Post an die Uni geschickt werden. Selbstverständlich werden eigene Literaturrecherchen (auch in internationalen Fachzeitschriften) vorausgesetzt. Weitere Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie unter anderem auf der Internetseite des Tutoriumprogramms der Bochumer Fakultät für Sozialwissenschaft: http://www.ruhr-uni-bochum.de/sowi-tutorium/

 

Bewertung von Hausarbeiten

Die Bewertung der Hausarbeiten orientiert sich an folgendem Schema:

Grad der selbständigen Leistung

             Eigenständige Präzisierung der Fragestellung;

             Plausible, begründete Urteile;

             Innovative Ausblicke.

Sachlicher Gehalt

             Sachrichtigkeit (Quantität und Qualität der verarbeiteten Literatur/Quellen, Darlegung des Forschungsstandes);

             Begriffs- und Theoriekenntnisse

Planung/Aufbau/Gedankenführung

             Logische, stringente Abfolge der einzelnen Teilelemente der Arbeit

             Durchgängige Beachtung des thematischen Schwerpunktes („roter Faden“);

             Plausible und belegbare Schlussfolgerungen.

Methodenbeherrschung

             Sachgerechte Anwendung fachwissenschaftlicher Methoden

             Beherrschung der Technik wissenschaftlichen Arbeitens unter Beachtung formaler Kriterien

Sprachliche Form

             Sachgerechte und klare Fachsprache

             Sprachrichtigkeit (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik)

 

Hinweise für Recherchen:

Vor allem für Hausarbeiten ist es notwendig, vertiefende Literaturrecherchen durchzuführen, die auch den Forschungsstand der führenden internationalen Fachzeitschriften berücksichtigen sollten. Gute Hausarbeiten sollten mindestens drei eigenständig recherchierte Artikel aus Fachzeitschriften berücksichtigen.