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Homepage von Nils Bandelow (http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Nils.Bandelow/)
Seminar: Politikproduktion und Politikberatung
Wintersemester 2002/03, Dienstags 10-12 Uhr, GC 03/149
Leitung: Dr. Nils Bandelow, Sprechstunde Dienstags 13-14 Uhr, GC 04/149
Besprechung des Textes von Hans Schuh: "Wer hat da am Rat gedreht" (Die
Zeit, 22. August 2002)
Ergebnisse (Stichworte)
Im Text genannte Adressaten/Auftraggeber wissenschaftlicher Politikberatung
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Bundesärztekammer (BÄK)
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SPD
Im Text genannte Lieferanten wissenschaftlicher Politikberatung
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Beirat der Bundesärztekammer (renommierte Ärzte)
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Expertenkommission im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung
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Enquetekommission "Recht und Ethik in der modernen Medizin"
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Ethikkommission
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Akademie für Technikfolgenabschätzung
Im Text genannte Inhalte der Politikberatung
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Nutzung embryonaler Stammzellen und Präimplantationsdiagnostik (ethische
Grundsatzfrage)
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Gesundheitreform 2003 (ideologisch stark belastete Verteilungsfrage)
Im Text genannte Konflikte zwischen Adressaten und Lieferanten
-
Mögliche Bindung von Urteilen der Lieferanten an die Vorgaben der
Auftraggeber (inhaltliche Konflikte) - etwa durch die Androhung einer Entlassung
von Wissenschaftlern aus Expertengremien
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Konflikt zwischen politischer Rationalität (Steigerung von Ansehen
und Macht) und wissenschaftlicher Rationalität (im Text und bei Susanne
Cassel: "Allgemeinwohl", sonst auch: "Wahrheit", inhaltliche Richtigkeit,
sachlich beste Lösung)
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Allgemeiner Verlust wissenschaftlicher Freiheit durch Konzentration von
Wissenschaft auf Anwendungsmöglichkeiten, Vernachlässigung von
Grundlagenforschung
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Medien bieten Wissenschaftlern eigenes Machtpotential bei möglichen
Konflikten mit Auftraggebern, dies führt zu der Unterscheidung zwischen
einer direkt an die Öffentlichkeit gerichteten Politikberatung und
einer indirekten Politikerberatung
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Verfälschung wissenschaftlicher Ergebnisse im politischen Diskurs
(Beispiel der britischen BSE-Krise)
Weitere im Text genannte Probleme wissenschaftlicher Politikberatung
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Fehlende öffentliche Kontrolle/Fehlen präziser Aufgaben für
die Beratung/mangelnde Transparenz (hängt zusammen: Legitimationsproblem
nicht demokratisch begründeter Einflussname)
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Fehlende Trennung zwischen Politikberatung und Politikerberatung in Deutschland
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Doppelarbeiten, Überscheindungen, ineffiziente Beratungsleistungen
(nach Harald Heinrichs)
Nutzen von wissenschaftlicher Politikberatung für die Adressaten
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Informationen
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Legitimation
Nutzen von wissenschaftlicher Politikberatung für die Lieferanten
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Geld
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Renommee
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Einfluss/Macht
Was lehrt uns das für die (Politik-) Wissenschaft (mögliche
Schlussfolgerungen)
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Im Text (etwa Forderung von Harald Heinrichs und Susanne Cassel): Pluralismus
der Expertisen mit expliziter Einbindung verschiedener Interessengruppen
(Probleme: z. T. rechtlich, z. T. sachlich: wer wählt die Interessengruppen
aus und nach welchen Kriterien)
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Trennung von Wissenschaft und Anwendung oder
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zumindest Offenlegung normativer Grundlagen und sachlicher Interessen von
Forschern und Auftraggebern