Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Sozialwissenschaft
Vertiefungsseminar: Lernen in Organisationen

Textgrundlage: Kiessling-Näf, Ingrid/Knoepfel, Peter, 1998: Lernprozesse in öffentlichen Politiken, in: Albach, Horsg/Dierkes, Meinolf/Antal, Ariane Berhoin/Vaillant, Kristina (Hrsg.): Organisationslernen – institutionelle und kulturelle Dimensionen. WZB-Jahrbuch 1998. Berlin: Sigma, 239-268. [Reader S. 90-103]

 

Erol Akman

Erschließungsfragen

  1. Die Autoren dieser Lektüre distanzieren sich vom rational-objektivistischen Modell. Welcher Ansatz liegt der Lektüre zugrunde? Welche Überlegungen werden zu Lernen in öffentlichen Politiken gemacht?
  2. Welche Zugänge haben sich bei der Bearbeitung des empirischen Fallstudienmaterials für die Bestimmung des Lernpotentials als sinnvoll erwiesen? – Wie werden diese beschrieben?
  3. Die Tabelle 1 stellt eine Übersicht über die Lernpfade in den 28 untersuchten Entscheidungsprozessen dar. Welche Unterschiede sind bei einem Vergleich Fallstudien Landwirtschaft mit Luftreinhaltung und Verkehr in Vorortgemeinden erkennbar? Wie lassen sich die Unterschiede deuten?
  4. In der Lektüre werden verschiedene Grundformen des Lernens unterschieden. Wie werden diese Lernformen definiert? Was unterscheidet sie voneinander? Wie hoch ist das darin enthaltene kognitive Innovationspotential zu veranschlagen?
  5. Auch in Tabelle 2 sind die Unterschiede von Landwirtschaft und Luftreinhaltung unverkennbar. Wie lassen sich die markanten Unterschiede deuten?
  6. In dem Text werden 5 spezifische, lernfördernde Handlungskonfigurationen (Lernfiguren) unterschieden. Wie nennen sich diese? Wie werden sie charakterisiert?
  7. In Tabelle 4 lassen sich Aussagen treffen, welche Lernfiguren die jeweiligen Bereiche (Landwirtschaft etc.) bevorzugt haben. Was ist besonders markant an den Ergebnissen?

 

Diskussionsansätze

  1. Die Autoren der Lektüre heben die Bedeutung kognitiver Einsichten in Veränderungsprozessen besonders hervor (S. 243 im Text, S.92 im Reader). Vielfach wird das kognitive Innovationspotential von Lernformen berechnet (S. 251-253 im Text, S. 96-97 im Reader). Wie läßt sich Kognition erfassen? Wie ist ihre eigene Einschätzung kognitiver Einsichten in Lernprozessen?
  2. In Kapitel 3.2 (Text S. 256, Reader S. 99) wird festgehalten, daß in jenen Fällen, wo finanzielle Anreize zum Zuge kamen, am häufigsten instrumentelle Lernformen zu beobachten waren. Wäre eine andere Lernform in diesem Rahmen denkbar gewesen?
  3. Diskutieren sie Grenzen und Schwächen der methodischen Grundlagen. Welche Faktoren blieben ihrer Meinung nach unberücksichtigt? WelcheVariablen wurden ihrer Meinung nach zu hoch veranschlagt?